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Das war 2017: positive Bilanz mit steigender Tendenz

29.12.2017
LH Kaiser sprach u.a. über Bereiche Personal, Feuerwehren, Katastrophenschutz, Integration, Kinderbetreuung, Bildung und Sport


Klagenfurt (LPD). Auf ein "gutes" Jahr blickte heute, Freitag Landeshauptmann Peter Kaiser zurück. "Alle wichtigen Indikatoren zeigen nach oben. Die Stimmung ist prinzipiell eine sehr positive", freute sich das Landesoberhaupt. Mit einer Bruttowertschöpfung von 4,7 Prozent hat es Kärntens Wirtschaft im Bundesländervergleich an die Spitze geschafft. Seit 20 Monaten verzeichnet unser Bundesland stetig sinkende Arbeitslosenzahlen sowie steigende Beschäftigung. Die Zahl der offenen Stellen - 2784 insgesamt (+60 Prozent) - deute auf eine Fortsetzung der positiven Tendenz auch in den nächsten Monaten hin. Die Armutsgefährdung konnte um fünf Prozent gesenkt werden - ein Ziel, das Kaiser besonders am Herzen gelegen hatte. Die Forschungs- und Entwicklungsrate Kärntens konnte deutlich erhöht werden und unser Bundesland bewies sich im Bewerb um Silicon Austria. Der Beschluss der neuen Landesverfassung mit einer Dreiviertelmehrheit und die positiven Entwicklungen in der Abwicklung der Heta-Angelegenheiten seien ebenfalls deutliche Signale dafür, dass unser Bundesland in eine positive Zukunft gehe.

"Einmal mehr hat dieses Jahr aber auch gezeigt, dass der Zusammenhalt gerade in Notsituationen vorbildlich ist", sagte Kaiser bezugnehmend auf die Aufräumarbeiten nach den enormen Schäden die Föhnsturm "Yves" vor kurzem verursacht hatte. Das Zusammenspiel aller Einsatzorganisationen aber auch Behörden hätte rasche Hilfe möglich gemacht. "Dass bei dieser Katastrophe keine Menschen zu Schaden gekommen sind, grenzt an ein Wunder und ist ein weiterer Indikator für ein gutes Jahr 2017", betonte der Landeshauptmann.

Rückblickend auf die 31. Legislaturperiode wurden in insgesamt 107 ordentlichen und 17 außerordentlichen Regierungssitzungen 2.608 Beschlüsse gefasst - 2.184, das sind immerhin 83,75 Prozent, davon mit Stimmeneinheit. Bei 52 Veranstaltungen kamen heuer insgesamt 11.000 Besucher ins Regierungsgebäude, zudem wurden acht Botschafter und sieben Aus- und Inlandslandsdelegationen empfangen. Im Personalwesen sei eine Reduzierung von 3.589,82 Vollbeschäftigungsäquivalenten (Stand 31.12.2016) auf 3.546,55 (Stand 30.11.2017) gelungen. Die Differenz zum (Soll-) Stellenplan 2017 (3.680 VZÄ) beträgt derzeit also 133,44.

19.524.611,80 Millionen Euro flossen zwischen 2013 und 2017 ins Feuerwehrwesen. Die Fördersumme allein für das Jahr 2017 beläuft sich auf 3.885.123,32 Euro. Im Rahmen einer Evaluierung die heuer bereits in elf Testgemeinden stattgefunden hat und 2018 fortgesetzt werden soll, wird jenes Risikopotenzial ermittelt, an dem sich künftig die Ausrüstung der örtlichen Feuerwehren orientieren soll. "Das vorläufige Ergebnis zeigt aber, dass in 92 Prozent die notwendige Ausrüstung vorhanden ist", so Kaiser.

Im Katastrophenschutz sei 2017 vom Kärntner Nothilfswerk für 236 Anträge eine Gesamtsumme von 1.033.030 Euro ausbezahlt worden. 455 Katastrophenbeihilfeanträge würden mit Stand 21.12.2017 im KAENOT-Programm noch zur Erledigung anstehen. Die Finanzierung erfolge zu 40 Prozent über Landes- und zu 60 Prozent über Bundesmittel.

Das Thema Integration liegt Kaiser am Herzen. In der Regierungssitzung vom 24.01.2017 wurde entsprechend auch das Integrationsleitbild "Gemeinsam in Kärnten" mehrheitlich beschlossen. Damit einigten sich die politischen Entscheidungsträger darauf, Integration und ein gedeihliches Zusammenleben als politisches Handlungsfeld wahrnehmen und gestalten zu wollen. 310 Staatsbürgerschaften wurden 2017 verliehen. "Mit dem heutigen Tag befinden sich 3.200 Asylwerber in der Grundversorgung in unserem Bundesland. Das sind um über 1.500 Personen weniger als im Vorjahr", sagte der Landeshauptmann.

Als ständiges Mitglied im Ausschuss der Regionen konnte Kaiser auch in Brüssel einiges für unser Bundesland erreichen. " Präsident Karl-Heinz Lambertz, der im Jänner auch bei uns sein wird, bestätigte mir mehrfach, dass sich Kärnten in Europa gut etabliert hat", freute sich der Landeshauptmann. Als gutes Zeichen werte er auch die steigende Anzahl jener Kärntner Schülerinnen und Schüler die Brüssel besuchen.

52,2 Millionen Euro wurden im ablaufenden Jahr laut Kaiser in den Bereich der Kinderbetreuung investiert. Kärntenweit werden 20.869 (im Vorjahr waren es 21.033) Kinder im Elementarbereich betreut. Davon besuchen: 2.891 Kleinkinder zwischen ein und drei Jahren eine Kindergrippe bzw. eine Kindertagesstätte, 11.236 Kinder zwischen drei und sechs Jahre den Kindergarten. 3.940 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahre profitieren von einer der 98 Hort-Einrichtungen in unserem Bundesland.

558 Millionen Euro flossen 2017 in Erziehung und Unterricht und damit in die Bildung unserer Kinder. 33.964 Schülerinnen und Schüler (-239 zum Vorjahr) werden 2017/2018 in 309 Pflichtschulen von 4303 Lehrerinnen und Lehrer (das sind rund 4.000 Vollbeschäftigungsäquivalente) unterrichtet. Hervorgestrichen wurden vom Landeshauptmann die Bemühungen um das Schaffen von Bildungszentren. Durch die räumliche Zusammenführung von Kindertagesstätte, Kindergarten, Volksschule, Neuer Mittelschule, Musikschule und sonstiger Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen kann im ländlichen Raum ein vielseitiges, flexibles Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebot geschaffen werden, das dem im städtischen Bereich annähernd gleich kommt und sohin die Attraktivität des ländlichen Raumes steigert und zugleich der Abwanderung entgegenwirkt. Sein Augenmerk werde der Bildungsreferent zudem weiterhin auf den Ausbau der Ganztagesschulen richten. Als konstant bezeichnete der Bildungsreferent die Entwicklungen im Musikschulbereich. Zu den Meilensteinen im Bildungsbereich zähle er das Schaffen der ersten Industrie-HAK Österreichs in Treibach. "Zudem wird es uns gelingen im Studienjahr 2018/19 einen Lehrstuhl für Sportwissenschaften an der Alpen Adria Universität Klagenfurt zu installieren", so Kaiser stolz. Das Landeskonservatorium soll zur Privatuniversität für Musik des Landes werden. Die Bildungskooperation mit dem Lakeside Park trage bereits Früchte, und auch die Kooperation zwischen der KTS Villach und der LWFS Stiegerhof sei erfolgreich.

Im Sportwesen strich Kaiser die Umsetzung einiger langjähriger Projekte hervor. Darunter fallen das LLZ St. Jakob, das ALZ Innerkrems als österreichweit einzige permanente Trainings- und Wettkampfstätte, die Sanierung der Stadthalle Klagenfurt sowie der stetige Ausbau der Alpenarena Villach. Zudem konnten die Sportförderrichtlinien evaluiert und in vielen Bereichen neu ausgelegt sowie ein Sportkonzept erstellt werden.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/ Just