Presseaussendungen

POLITIK

Stopp Aktion 20.000: Schlag ins Gesicht von 1.000 älteren Arbeitslosen

02.01.2018
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig zeigen sich bestürzt über Stopp der Aktion 20.000 durch neue Bundesregierung - "Menschenunwürdig und darüber hinaus volkswirtschaftlicher Unfug"


Klagenfurt (LPD). Wer mit 55 Jahren seinen Job verliert, hat von vornherein eine um 50 Prozent verminderte Chance, wieder in den Arbeitsmarkt zurückzufinden - ganz unabhängig von Qualifikation, Engagement, Bildung, Fähigkeiten. Das Alter alleine macht "schwer vermittelbar". 3.000 ältere Langzeitarbeitslose gibt es im Jahresschnitt in Kärnten - ein Drittel, nämlich 1.000 Personen, hätten nach dem Roll-out der Aktion 20.000 aufs gesamte Bundesland einen neuen Job bekommen sollen.

"Dass die neue Bundesregierung die Aktion 20.000 - eine der sinnvollsten sozialpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre - am letzten Tag des alten Jahres zu Grabe getragen hat, ist ein Schlag ins Gesicht dieser 1.000 Menschen in Kärnten", zeigten sich heute, Dienstag, Landeshauptmann Peter Kaiser und Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig bestürzt. Unverständlich sei auch, dass das Aus der Aktion 20.000 lediglich per Umlaufbeschluss besiegelt wurde, ohne dass man sich ernsthaft mit der Aktion auseinandergesetzt hätte bzw. die neuen Ministerinnen und Minister die Möglichkeit gehabt hätten, dies im Ministerrat zu debattieren.

Sowohl Kaiser als auch Schaunig konnten in den vergangenen Monaten Menschen kennenlernen, die über die Aktion 20.000 den Schritt zurück ins Arbeitsleben schafften. "Was wir bei den Gesprächen am öftesten hörten, war: endlich werde ich wieder wertgeschätzt, endlich werde ich wieder wahrgenommen." Den Verlust ihres Jobs und das oft jahrelange erfolglose Bemühen um einen neuen Arbeitsplatz mit Hunderten Bewerbungen, auf die es manchmal nicht einmal eine Antwort gab, empfinden die Betroffenen auch als einen Verlust ihrer Menschenwürde. 141 Personen konnten in der Pilotphase der Aktion 20.000 von August bis Dezember im Raum Villach und Hermagor in Beschäftigung gebracht werden (u.a. in Pflegeheimen, Gemeinden, im Magistrat der Stadt Villach), für 24 weitere liegen vertragliche Zusagen vor. Darüber hinaus gibt es in der Pilotregion aktuell 152 offene Plätze, die nach dem Roll-out der Aktion sofort überregional hätten besetzt werden können.

"Die Aktion 20.000 zu beenden, ist nicht nur sozialpolitisch unverantwortlich, sondern auch volkswirtschaftlicher Unfug", betonten Kaiser und Schaunig. Menschen, die arbeiten, bezahlen Abgaben, sind nachweislich weniger krank und kurbeln als Konsumenten die heimische Wirtschaft an. "Nun zu sagen, man finanziert lieber die Arbeitslosigkeit dieser Menschen, als ihre Arbeit, ist nicht nur menschenunwürdig, sondern grob fahrlässig." Ein Argument für den Stopp der Aktion lautet, dass man das Geld lieber in Qualifizierung stecken möchte. "Dann hat offenbar niemand von der Bundesregierung je mit Menschen über 55 geredet, die auf ihre Bewerbungen ständig Absagen mit dem Vermerk ‚überqualifiziert‘ bekommen", sagte Schaunig.

Oftmals kommen bei arbeitslosen Menschen über 50 Jahre noch gesundheitliche Einschränkungen dazu - dies macht die Reintegration in den regulären Arbeitsmarkt noch schwieriger. Auch die aktuelle Hochkonjunktur hat die Situation der älteren Langzeitarbeitslosen nicht verbessert. Seit April 2016 gehen die Arbeitslosenzahlen in Kärnten kontinuierlich zurück - das betrifft fast alle Bevölkerungsgruppen, mit einer Ausnahme: jene der älteren Arbeitssuchenden. Ihre Zahl sinkt erst seit September 2017 - mit dem Anlaufen der Aktion 20.000.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHSTv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger


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