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WIRTSCHAFT

Wolfsberger Berufsschüler können an neuen Opel-Motoren lernen

09.01.2018
LH Kaiser bei Übergabe von acht Otto-Motoren an die FBS Wolfsberg - Grenzüberschreitende Kooperationen mit Partnerschulen


Klagenfurt (LPD). An der Fachberufsschule Wolfsberg hat die innovative und hochqualitative Ausbildung heute, Dienstag, noch zusätzliche PS bekommen. Vom Opel-Werk Wien-Aspern wurden nämlich acht Otto-Motoren (4 Zylinder mit 1,4 Liter Hubraum und 74kw Leistung) für Ausbildungszwecke übergeben. Dabei anwesend war auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Zwei der Motoren gehen nach Kroatien und werden im Zuge eines Erasmus+ Projektes gemeinsam mit der Partner-Berufsschule aus Nova Gradiška aufbereitet. Als neuer Kooperationspartner der Wolfsberger stellte sich die Berufsschule aus der slowakischen Stadt Dubnica nad Váhom im Rahmen der Übergabefeier vor. Wie deren Vertreter betonten, sei man vor allem an den umfassenden Kärntner Erfahrungen mit dem dualen Ausbildungssystem interessiert.

Kaiser bezeichnete die FBS Wolfsberg als eine der Herzeigschulen Kärntens, die auch europaweit als Botschafterschule wirke. Opel Austria dankte er im Namen des Landes Kärnten für die Unterstützung. Kurz ging er auf Gründer Adam Opel ein, der auf seinen Lehr- und Wanderjahren mehrere Länder besuchte und so Sprachkenntnisse und internationale Erfahrungen erlangte - eine Parallele zu den heutigen Berufsschülern, denen er auf ihrem Weg alles Gute wünschte.

Größte Zukunftschancen sieht Kaiser in der Facharbeiterausbildung. "Es geht darum, das eigene Wissen möglichst breit aufzustellen, um geistige Intelligenz und manuelles Geschick", verwies er u.a. auch auf die Lehre mit Matura. Kärnten sei hier sehr erfolgreich, was sich auch im Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit niederschlage. Der Bildungsreferent erwähnte außerdem das neue Berufsschulkonzept, das jungen Menschen eine gute Startbasis bieten solle. Zudem hob er unser weltweit anerkanntes duales Ausbildungssystem hervor, dem jedoch hierzulande mehr gesellschaftliche Anerkennung zukommen müsse. Und Kaiser betonte, dass er sich für Mindestlohnbereiche auch in der Lehrlingsausbildung einsetzen wolle.

Berufsschuldirektor Norbert Aichholzer sagte, dass man in Wolfsberg einen Schwerpunkt auf die Industrie 4.0 lege, viele Teilnehmende an der Lehre mit Matura habe und mit 25 Staaten Europas verbunden sei. Mit Günther Weinberger habe man den Staatsmeister 2017 der Kfz-Lehrlinge in den eigenen Reihen.

Thomas Mosburger von Opel Austria und Gernold Opetnik von Opel Eisner Kärnten übergaben die Motoren. "Sie sind Kapital und Zukunft", richtete sich Mosburger an die Lehrlinge und auch Opetnik hob die Wichtigkeit von gut ausgebildeten Mitarbeitern hervor.

Wolfsbergs Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz dankte ebenfalls Opel und der Fachberufsschule, die er einst selbst absolviert hat.

An der FBS Wolfsberg werden die Berufsbilder Kfz, Metall, Büro und Einzelhandel angeboten. Gemäß Berufsschulkonzept entwickelt sich der Standort mittelfristig mit den Lehrberufen Kfz und Metall als Technikstandort. Im Herbst 2018 werden die Bereiche Handel und Büro abgegeben, jedoch kommt die Metallbautechnik neu hinzu.

Infos unter www.fbs-wolfsberg.at



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; FBS Wolfsberg
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress