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Kärnten läutet "Digitales Jahr 2018" ein

12.01.2018
LH Kaiser: Digitales Know-how sichtbar machen, vorhandene Expertisen zusammenführen und so Kärnten noch deutlicher als Wirtschafts-, Forschungs- und Technologiestandort positionieren - Info-Offensive "Digital g‘redt" soll Bevölkerung Skepsis nehmen und Bewusstsein schaffen


Klagenfurt (LPD). Die Digitalisierung ist allgegenwärtig, fast jeder hat sie in Form von Smartphones und mobilem Internet sogar in der Hosentasche. Trotzdem wird das Thema - vor allem wie stark es unsere Welt verändert bzw. welche Chancen es eröffnet - noch unzureichend wahrgenommen und gefördert. Deshalb will das Land Kärnten das heurige Jahr unter das Leitthema "Digitales Jahr 2018" stellen. Der entsprechende Antrag soll am kommenden Dienstag von allen Regierungsmitgliedern gemeinsam in der Regierungssitzung eingebracht werden. Das teilt Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Freitag, mit. Ziel ist es u.a., bereits laufende Aktivitäten und Projekte sowie entsprechende Akteure sichtbarer zu machen, Netzwerkbildungen und die Implementierung digitaler Prozesse anzuregen, Veranstaltungen mit renommierten Fachleuten und Wettbewerbe durchzuführen sowie Stipendien zu vergeben. Kärnten soll so noch deutlicher als Wirtschafts-, Forschungs- und Technologiestandort positioniert werden.

"Die Digitalisierung kommt nicht erst, wir sind schon mitten drin - umso gezielter und organisierter müssen wir den Herausforderungen und Chancen begegnen. Dazu ist es notwendig, und darauf zielen wir mit der Initiative Digitales Jahr ab, dass wir das vorhandene Know-how, bereits vorhandene Möglichkeiten und gesetzte Maßnahmen sichtbar machen, zusammenführen, bündeln, Erfahrungen austauschen und insgesamt weiterentwickeln", betont Kaiser.

Digitalisierung finde außerdem in allen Bereichen statt, daher fokussiere man sich auch im Rahmen des "Digitalen Jahres 2018" auf verschiedene Aktionsfelder von Infrastruktur, insbesondere Breitbandausbau, Bildung, Wirtschaft, Industrie 4.0, E-Government bis hin zu Tourismus, Gesundheit, Energie und Umwelt, Mobilität oder Landwirtschaft. Und die Initiative solle nicht nur das Amt der Kärntner Landesregierung umfassen, sondern auch die ausgegliederten Rechtsträger des Landes sowie Organisationen und Unternehmen mit konkretem Bezug zum Bundesland, erklärt der Landeshauptmann.

"Digitalisierung bietet für alle Bereiche und für jede und jeden Einzelnen viele Chancen und Potentiale. Die wollen wir in Kärnten noch stärker nutzen", so Kaiser, der auch eine Informationsoffensive ankündigt. Unter dem Arbeitstitel "Digital g‘redt" sollen der Kärntner Bevölkerung laut Kaiser nach den Landtagswahlen in Zusammenarbeit mit Medien diverse digitale Fachbegriffe und dahinterstehende Leistungen und Initiativen, die es im Land gibt, erklärt und bewusst gemacht werden. "Wie viele Kärntner wissen wirklich was Big Data, eine Cloud, 5G, Internet der Dinge, Breitband, Industrie 4.0, E-Government, eine Sharing Economy oder Blockchain ist? Diese und noch viele andere Begriffe prägen bereits heute unseren Alltag und in vielen Fällen tragen diese eher zur Verwirrung bei. Potentielle Chancen und Nutzeneffekte neuer Technologien jedoch können nur ausgeschöpft und gleichzeitig Skepsis, Misstrauen und Ängste abgebaut werden, wenn diese eine möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz besitzen. Eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, Begrifflichkeiten und die damit zusammenhängenden Nutzungsmöglichkeiten zu kennen", ist Kaiser überzeugt.

Mit der Steuerung des "Digitalen Jahres 2018" soll laut dem Landeshauptmann die Strategische Landesentwicklung betraut werden, die ja bereits zentrale Ansprechstelle zur Digitalen Agenda Kärnten ist. Außerdem soll eine Koordinierungsgruppe aus den zuständigen politischen Verantwortlichen und Abteilungen des Landes eingerichtet werden. Im Mai soll eine Auftaktveranstaltung stattfinden.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm