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LR Benger: Regulierung bei Wölfen ermöglichen

12.01.2018
Landesagrarreferenten-Konferenz in Kärnten - Beschlüsse für Lebensmittel-Best-Bieter-Prinzip im öffentlichen Bereich und Regulierungsmöglichkeit bei Wölfen


Klagenfurt (LPD). Heute, Freitag, findet in Kärnten die Landesagrarreferenten-Konferenz (LARK) statt und die Agrarlandesräte aller Bundesländer besuchen auch die Agrarmesse, die heute eröffnet wird. Bei der LARK, die seit 8 Uhr tagt, wurden zwei wesentliche Beschlüsse gefasst.


Auf Antrag von Agrarreferent LR Christian Benger haben sich alle Agrarlandesräte dazu bekannt, die Verwendung heimischer Lebensmittel auszubauen und sie richten sich in ihrem Beschluss an die Bundesregierung. „Die heimische Landwirtschaft und die regionalen gewerblichen Verarbeiter produzieren Lebensmittel höchster Qualität unter Berücksichtigung hoher Umwelt- und Tierwohlstandards. Die verstärkte Verwendung regionaler, heimischer Lebensmittel leistet einen hohen Beitrag zur Sicherung der kleinbäuerlichen Strukturen, der Einkommen in den Tälern und Gemeinden und ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz“, fasste Benger die Vorteile zusammen.


Das neue Regierungsprogramm des Bundes beinhaltet zudem die Einleitung des Paradigmenwechsels vom Billigstbieter- zum Best-Bieter-Prinzip im öffentlichen Bereich. „Das heißt, es ist für alle Krankenhäuser, Pflegeheime, Kasernen usw. geregelt, dass sie heimische Lebensmittel beschaffen und nicht mehr Billigware aus ausländischen Massenproduktionen. Damit bleibt unser Steuergeld im Land und sorgt hier für einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf“, sot Benger. Bis dato müssen öffentliche Einrichtungen immer die billigsten Angebote wahrnehmen. In Kärnten wurde auf Bengers Initiative hin in der Regierung das Best-Bieter-Prinzip für den öffentlichen Bereich bereits beschlossen.


Die Landesagrarreferentenkonferenz spricht sich in diesem Zusammenhang für die verpflichtende nationale Kennzeichnung der Lebensmittelherkunft in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung aus. Diesen von allen Landesräten getragenen Beschluss haben Benger und der Vorsitzende der LARK, LR Erich Schwärzler aus Vorarlberg, der neuen Nachhaltigkeits-Ministerin, Elisabeth Köstinger überreicht.


Ein weiterer Beschloss der Landesagrarreferentenkonferenz betrifft Empfehlungen zum Umgang mit Wölfen und Herdenschutz in Österreich. Immer öfter werden Wölfe in der Nähe von Siedlungen gesichtet, gibt es Risse auf bestoßenen Almen und dadurch sind laut Benger Konflikte vorprogrammiert. Zudem wächst nachweislich der Wolf-Bestand in Allentsteig, sodass jetzt schon mit drei Rudeln, also 20 Wölfen, gerechnet wird. Erst jüngst wurden wieder Spuren eines Wolfes auf der Koralm und Saualm bestätigt.


Benger sagte im Zuge der Konferenz, dass die Politik entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen habe, um agieren zu können. Kopf-in-den-Sand bei Großraubwild sei keine Perspektive und auch kein verantwortungsvolles Handeln. „Werden Almen nicht mehr bestoßen, wachsen sie zu. Damit erleidet auch der Tourismus in unserem Land einen Schaden. Die Wolfproblematik ist vernetzt zu betrachten und es ist nötig, Vorsorge zu treffen und nicht im Ernstfall erst irgendwelche Arbeitsgruppen zu gründen, die beraten, was zu tun wäre“, betonte Benger.


Schwerpunkt der Bemühungen muss es laut Beschluss aller Agrarlandesräte sein, den Wolf in der EU - FFH – Richtlinie aus dem Anhang 4 (höchster Schutzstatus) in den Anhang 5 zu bekommen. „Das heißt, es muss eine Möglichkeit der Regulierung im Rahmen einzelstaatlicher Managementpläne möglich werden“, so Benger zum ersten Punkt des Beschlusses der Landesagrarreferenten.


Weiters setzen sich die Agrarreferenten auf Landesebene dafür ein, dass die Naturschutzreferenten der Länder den Punkt 1 bereit sind mitzutragen. Weitere Herdenschutzprojekte sollen unter Einbindung der HBLFA Raumberg-Gumpenstein durchgeführt werden. Für die Umsetzung haben Vertreter des Bundes, der Landwirtschaftskammer Österreich, der Agrarvertreter der Länder, der Almwirtschaft, des Österreichischen Bundesverbandes für Schafe- und Ziegen (ÖBSZ) und des Naturschutzes zu sorgen. Zukünftige Herdenschutzprojekte müssen von erfahrener Stelle getragen werden und durcheine mehrjährige Basisfinanzierung gesichert sein.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger

Fotohinweis: Büro LR Benger