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WIRTSCHAFT

Zwei Nahversorger in Grafenstein erhielten Förderung

15.01.2018
Nahversorger wichtige Infrastruktur in den Tälern und Gemeinde - Bäcker und Fleischer in Grafenstein gefördert, Benger überbrachte Zusage


Klagenfurt (LPD). „Wo Menschen leben, muss auch die Versorgung sichergestellt sein. Nahversorger können ohne die öffentliche Hand kaum bestehen. Deshalb unterstützen wir sie bei Investitionen und Personalkosten. Sie sichern Arbeitsplätze und erlangen für die Menschen vor Ort wieder mehr Bedeutung“, fasst LR Christian Benger zusammen. Die Nahversorger-Förderung habe laut Benger einen enormen Mehrfachnutzen: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. „Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort“, bekräftigt Benger. Schon 2016 hat Benger daher die Nahversorgerförderung ins Leben gerufen, die 2017 auf 200.000 Euro aufgestockt und für Fleischer und Bäcker ebenso geöffnet wurde.


Erst jüngst überbrachte Benger die Förderzusage der Bäckerei Loibnegger und der Fleischerei Jurtschitsch in Grafenstein. Denn in die Nahversorgerförderung 2017 wurden auch Bäcker und Fleischer aufgenommen, die in den Tälern und Gemeinden dem Wettbewerb sehr schwer Stand halten können.

Die Bäckerei Loibnegger investiert in einen neuen Lieferwagen für den mobilen Verkauf und hat zwei Mitarbeiter. Und auch die Fleischerei Jurtschitsch schafft einen neuen Thekenwagen für den Verkauf an und hat ebenso zwei Mitarbeiter.


4.500 Euro fließen aus der Nahversorgerförderung insgesamt an die beiden Betriebe, die Gemeinde stockt diesen Beitrag auf, denn das ist eine Grundvoraussetzung für den Erhalt der Förderung. „Die Gemeinde muss dahinerstehen, das garantiert auch die Nachhaltigkeit der Fördermaßnahme“, so Benger.

49 Nahversorger haben 2017 die Förderung bis dato erhalten und in Summe 760.000 Euro in ihre Geschäfte bzw. in die Arbeitsplätze investiert, da nicht nur Investitionen sondern auch Arbeitskräfte mit der Förderung unterstützt werden. Seitens des Landes wurden die Aktivitäten mit 121.500 Euro gefördert, zusätzlich flossen rund 350.000 Euro von allen betroffenen Gemeinden, wobei der Dorfladen Fresach alleine mit über 100.000 Euro von der Gemeinde unterstützt wurde.


Diese 49 Nahversorger sichern damit auch 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort ab.

Für 2017 standen im Wirtschaftsreferat 200.000 Euro zur Verfügung, noch sind nicht alle Förderansuchen abgewickelt.


Schon 2016 wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, die gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Mio. Euro aufweisen. Außerdem konnten mit der Förderung 242 Mitarbeiter abgesichert werden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag mit 176.000 Euro aufgestockt. In Summe haben die Nahversorger 2016 rund 455.000 investiert.


Immer mehr Gemeinden wünschen sich wieder einen Nahversorger, oder sind dabei, einen bestehenden Nahversorger zu unterstützen, weil die Kosten für die kleinen Geschäfte die Einnahmen übersteigen. Die Bedeutung der Nahversorger ist leider erst ins Bewusstsein gerückt, als die vielen kleinen Geschäfte ihre Pforten geschlossen haben.


Raimund Haberl, Spartenobmann Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Kärnten: „Die Überlebensschwelle für das kleine Geschäft am Land muss durch Förderungen oder kommunale Initiativen nach unten gedrückt werden.“. Studien der Wirtschaftskammern anderer Bundesländer belegen: 99 Prozent der Bevölkerung ist die klassische Nahversorgung (wieder) wichtig oder sehr wichtig – und somit ist diese aus dem heutigen Wirtschaftskreislauf nicht mehr wegzudenken.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Stirn

Fotohinweis: Büro LR Benger