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Marterl-Offensive: Über 200.000 Euro Investition in den Regionen

25.01.2018
LR Benger: Unterstützung für Sanierung von drei Marterln im Jauntal – Marterl-Förderung wird aufgestockt – Bisher über 200.000 Euro Gesamt-Investitionskosten in über 30 Marterln


Klagenfurt (LPD). „Unsere Marterln sind sichtbare Zeichen unserer Volkskultur. Es ist unsere Pflicht, sie zu erhalten, zu pflegen und in Szene zu setzen. Das ist lebendige Kultur, ist gelebter Heimatstolz“, sagte Landesrat Christian Benger vorige Woche bei seinem Besuch in St. Stefan bei Haimburg. Dort muss das Marterl, dessen Alter auf 400 bis 500 Jahre geschätzt wird, dringend renoviert werden. Laut Historikern wurde das Marterl im Mittelalter als Wegweiser errichtet. Jetzt ist auch das Bild zur Kärntner Volksabstimmung auf einer Seite des Marterls zu sehen. St. Stefan selbst war auch ein Ort, wo die Abstimmung durchgeführt wurde, daher ist es dem Besitzer, Volkmar Sablatnig, so wichtig, das Marterl zu erhalten und zu renovieren. Sablatnig setzt sich für die Erhaltung ein, um das Marterl als christliches Symbol und als Erinnerung an die Volksabstimmung zu bewahren.


Im Jahr der Volkskultur geht es laut Benger um einen Förderschwerpunkt, der Brauchtum, Traditionen und kulturelles Erbe in allen Facetten zu erhalten verhilft. „Marterln sind Zeichen unserer regionalen Identität und gehören zur unverwechselbaren Kultur Kärntens. Ich sehe diese Förderung als Heimatpflege“, erklärte er. Deshalb habe er 2017 die sogenannte „Marterlförderung“ ins Leben gerufen. 50.000 Euro sind im Topf gelegen und bis zum Ende 2017 für die Sanierung von insgesamt über 30 Marterln verwendet worden. Diese wurden mit einer Gesamtsumme von über 200.000 Euro renoviert. Vor allem Firmen aus dem jeweiligen Umkreis wurden beschäftigt und örtliche Künstler mit der Gestaltung beauftragt.


„Das ist ein Mehrfachnutzen für die Volkskultur, für die Betriebe in den Tälern und Gemeinden und für die Bevölkerung“, wies Benger auf Grund der hohen Investitionssumme hin. Daher hat er die Marterl-Förderung im Dezember um weitere 30.000 Euro aufgestockt. „Es liegen noch viele Anträge vor. Die Investitionen rechtfertigen die Unterstützung“, so Benger.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger