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Landesausstellung 2020 geht in Umsetzung

26.01.2018
LR Benger: Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen - Finanzierungsbeschluss nächste Woche in der Regierung - Bürgerbeteiligung startet


Klagenfurt (LPD). „Eine Landesausstellung wie diese hat es noch nie gegeben, das Konzept ist mutig, innovativ und zukunftsorientiert“, stellte heute, Freitag, Kurator, Peter Fritz, der Landesausstellung 2020 in einer Pressekonferenz mit Kulturlandesrat Christian Benger in Völkermarkt klar. Fritz selbst hat Landesausstellungserfahrung aus Niederösterreich.


Benger präsentierte in Völkermarkt den Status Quo zu den Arbeiten für die Landesausstellung 2020. „Die Vorbereitungsarbeiten sind nun nach fast zwei Jahren abgeschlossen, mit dem Finanzierungsbeschluss kommende Woche in der Regierung starten die Bürgerbeteiligung und die Ausschreibungen, damit die Gemeinden ihre Projekte einreichen können“, so Benger. Der Beschluss lautet: 7,8 Mio. Euro Budget für diese Landesausstellung im Jubiläumsjahr der Volksabstimmung. Bisher wurde die inhaltliche und wissenschaftliche Ausrichtung vorbereitet und die verschiedenen Facetten der Landesaustellung 2020 dargelegt.


Alle Vorgaben wurden bisher eingehalten und diese orientieren sich vor allem an der Wirtschaftlichkeit des Projektes und an der Zukunftsorientierung. „Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und die Einbindung der gesamten Region waren klare Vorgaben. Ebenso die Mitarbeit der Gemeinden und die Bürgerbeteiligung. Wir wollen keine aufgesetzte Landesausstellung, wir wollen einen Erfolg im Jubiläumsjahr, der von den Kärntnerinnen und Kärntnern selbst kommt, der von allen getragen wird“, so Benger. Dem entsprechend gibt es auch keine Neubauten für die Landesausstellung in den Gemeinden Unterkärntens. Bestehendes muss laut Benger adaptiert werden.


Mit dem Finanzierungsbeschluss starten die Ausschreibungsmodule in den verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Kunst, Kultur & Brauchtum; Schule; Wissenschaft; Gemeinden und Zukunftsfabrik. „Das ist mein größtes Anliegen bei dieser Landesausstellung: wir wollen Zukunft gestalten, wir wollen Perspektiven geben. Das Jubiläum ist wichtig und wird gefeiert, aber der Blick nach vorne ist entscheidend für die Region und die Jugend“, fasst Benger zusammen.


Mit diesen Ausschreibungen, die einem offenen Wettbewerb gleich kommen, erfolgt nicht nur die Mitarbeit der Gemeinden, von Schulen, sondern auch der gesamten Bevölkerung im Landesausstellungsgebiet. „Alle können sich einbringen, alle können Ideen und Projekte liefern, denn es geht um unsere Heimat und um die Zukunft des Unterkärntner Raums“, erläuterte Benger.


Damit gibt nicht der Zentralraum, also die Landesregierung, die Landesausstellungs-Aktivitäten vor und setzt sie auf, sondern die ganze Region, die Gemeinden, bringen sich ein.

So wird dem Thema „Demokratieentwicklung“ breiter Raum gewidmet, die Burg in Völkermarkt mit dem Bezirksheimatmuseum soll mit Unterstützung des Landes für diesen Themenblock zu einem Kulturzentrum umgestaltet werden und ein Demokratiemuseum soll entstehen.


Ein weiteres Thema ist „Vernetzung, Nachbarn und Dialog“, in dem Kultur und Sport zusammengeführt werden und beispielsweise die Europeada, die Fußballeuropameisterschaft der autochthonen Minderheiten, ein Highlight in Europa, in Unterkärnten durchgeführt wird.


Das Herzensanliegen für Benger ist das Thema Zukunftsfabrik, gleichzusetzen mit Zukunftsperspektiven. „Was müssen wir tun, um unsere Täler und Gemeinden in Unterkärnten zu stärken, damit junge Menschen in ihre Heimat zurück kommen und hier erfolgreich sein können, welche Verkehrsanbindungen braucht die Region, um wirtschaftlich wachsen zu können – das müssen beispielsweise die Überlegungen in diesem Thema sein“, sagte Benger.


Im Zuge der Pressekonferenz wurde auch das Logo präsentiert, das laut Benger eine klare Botschaft hat: „Es ist Zeit, nach vorne zu blicken und Ja zur Heimat, Ja zu Kärnten und Ja zur Zukunft zu sagen.“ Für das Logo wurde ein Wettbewerb durchgeführt, an dem fünf Agenturen teilgenommen haben. Überzeugt hat die Kärntner Agentur Uppercut (Freddy Mautendorfer) mit ihrer Arbeit.




Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger

Fotohinweis: Büro LR Benger