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Land Kärnten erstellt Leitlinien zur Baukultur

28.01.2018
LH Kaiser, LHStv.in Prettner, LHStv.in Schaunig, LR Benger, LR Holub und LR Köfer: Gelungene Baukultur steigert die Lebensqualität und wertet den Wirtschaftsstandort Kärnten auf


Klagenfurt (LPD). Der Beirat für Baukultur im Bundeskanzleramt hat im Juni 2017 einstimmig die Baukulturellen Leitlinien des Bundes und das darin enthaltene Impulsprogramm beschlossen. Die Baukulturellen Leitlinien sind eine freiwillige Selbstbindung des Bundes im öffentlichen Interesse und Basis für ein partnerschaftliches Vorgehen aller Gruppen, die mit Baukultur und Lebensraumgestaltung befasst sind.

In Anlehnung an die Leitlinien des Bundes werden nun die Baukulturellen Leitlinien des Landes Kärnten erarbeitet. Ein entsprechender Beschluss, mit dem die Abteilung 3 - Gemeinden und Raumordnung mit der Koordinierung der mehrere Abteilungen beim Amt der Kärntner Landesregierung betreffenden Querschnittsmaterie beauftragt wird, wird in der Sitzung der Kärntner Landesregierung, kommenden Mittwoch, gefasst. Das gaben heute, Sonntag, die zuständigen Regierungsmitglieder Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Beate Prettner, LHStv.in Gaby Schaunig sowie die Landesräte Christian Benger, Rolf Holub und Gerhard Köfer bekannt.

"Wir haben aufgeräumt, nun wollen wir auch gestalten - geplant, effizient und nachhaltig. Wie wir Städte und Orte verändern und ausbauen, hat unmittelbaren Einfluss auf die Wahrnehmung unseres Landes, aber auch unseres Selbstbildes", führte Landeshauptmann Peter Kaiser aus und ergänzt: "Mir geht es darum, dass man sich in Kärnten wohlfühlt. Deshalb ist es uns wichtig, die Erarbeitung der Baukulturellen Leitlinien für Kärnten mit umfassender Beteiligung aller betreffenden Institutionen, Expertinnen und Experten und vor allem Nutzern von Baukultur im täglichen Leben durchzuführen."

Ziel der Leitlinien ist die umfassende Förderung von Baukultur als ressortübergreifende Querschnittsmaterie und eine breite Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft, insbesondere bei den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Dazu werden unter Einbindung aller relevanten Institutionen und Fachkräfte jene Handlungsfelder und Strategien ausgearbeitet, die ein nachhaltiges, schönes, hochwertiges und zweckmäßiges Bauen fördern sollen. In Verschränkung mit dem Impulsprogramm wird in Kärnten überdies eine verstärkte Nutzung von Architekturwettbewerben auf der Ebene des Kommunalen Bauens angestrebt.

Dass unser Umfeld keinen unwesentlichen Einfluss auf unsere Psyche hat, ist schon lange erwiesen: "Die Umgebung färbt auf unser psychisches Wohl ab. Und zwar in einem viel stärkeren Ausmaß, als man landläufig meint. Umso wichtiger ist es, hier bewusst kluge und gesunde Weichen zu stellen", betonte Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner.

"Bauen ist Ausdruck unserer Identität, unseres Selbstverständnisses und unserer Vorstellung, wie wir die Welt, in der wir leben, gestalten möchten. Die in den Leitlinien des Bundes ausgearbeitete Definition von Baukultur als verbindendes Element von Innovation und Tradition, als gemeinschaftlicher, nicht nur finanzieller oder wirtschaftlicher Mehrwert für die eigene Bevölkerung soll noch stärker in unser Bewusstsein dringen," so Wohn, - und Hochbaureferentin LHStv.in Schaunig.

"Die Baukultur beeinflusst ganz massiv unseren Lebensraum, unser Tourismusland, sie ist aber auch maßgeblich für eine funktionierende Bauwirtschaft und für den regionalen Wirtschaftskreislauf", erklärte LR Benger. Neubauten seien davon genauso betroffen wie Sanierungen. "Mir ist es wichtig, dass durch die Baukulturellen Leitlinien die Identität im Land gesteigert wird und trotzdem der Innovation breiten Raum gegeben wird", so Benger.

"Wir begrüßen es sehr, dass nun auch die Baukulturellen Leitlinien in Form eines breiten Beteiligungsprozesses erstellt werden. Im Sinne des Energiemasterplans und des Mobilitätsmasterplans für Kärnten werden nun auch ressourcenschonende, nachhaltige, ökologische und energieeffiziente Ideen berücksichtigt", merkte LR Holub an und weiter: "So soll nicht nur unser Landschafts- und Ortsbild attraktiv und nachhaltig gestaltet werden, sondern Kärnten auch hinsichtlich der Umwelt- und Energieeffizienztechnologien als klimafreundlicher und prosperierender Wirtschaftsstandort positioniert werden."

"Die neu geplanten Baukulturellen Leitlinien des Landes Kärnten sollen in der Experten-Arbeitsgruppe sehr rasch im Sinne unserer Verordnungen und Gesetze ausgearbeitet werden. Damit gewährleisten wir, dass unsere Baukultur auch in Zukunft die gestalterische Komponente nach den Vorgaben des Bundes beibehält", stellte LR Köfer zur Umsetzung der Leitlinien fest.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHSTv.in Prettner, LHStv.in Schaunig, LR Benger, Holub, Köfer
Redaktion: Schäfermeier/Grabner/Grollitsch/Robitsch/Rauber/Penz/Zeitlinger