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Gesundheits- und Pflegeberufe: Tauziehen um Kollektivvertrag

29.01.2018
LHStv.in Beate Prettner: Faire Gehaltsabschlüsse sind ein Zeichen der Wertschätzung und der Gerechtigkeit


Klagenfurt (LPD). Seit vielen Wochen laufen auf Bundesebene die kollektivvertraglichen Verhandlungen für Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Nach wie vor gibt es kein Ergebnis. Die Gewerkschaft ruft deshalb in Kärnten für morgen zu einer Protestkundgebung auf.

"Die Pflegekräfte leisten eine für unsere Gesellschaft unverzichtbare Arbeit. Ihr Beruf ist nicht zuletzt Berufung. Ihre Arbeit gewinnt vor allem vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zusehends an Stellenwert", betonte heute, Montag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner.

Auf Landesebene wurde daher bereits im Sommer - und unter Einbeziehung der Gewerkschaftsvertretung - mit der Heimverordnung und dem neuen Heimgesetz ein entsprechend umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt: "Vor allem die darin enthaltene Verbesserung des Pflegeschlüssels mit rund 130 neuen Pflegekräften und zusätzlich einer Animationskraft für jedes Pflegeheim bringt den Mitarbeitern eine spürbare Entlastung. Auch die Qualitätsoffensive, die wir konsequent verfolgen, verbessert die Rahmen- und Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter", so Prettner.

Den nunmehr von der Gewerkschaft geforderten bundesweiten "fairen Gehaltsabschluss" sieht die Gesundheitsreferentin als "ein Zeichen der Wertschätzung". "Ich hoffe, dass dieser positive Abschluss trotz der derzeitigen Pattstellung gelingen wird", sagte Prettner. Und sie appelliert dafür, "nicht zu vergessen, dass es das Pflegepersonal ist, das letztlich die Qualität der Pflege trägt."

In Kärnten werden aktuell in den 76 Pflegeheimen rund 5.500 Menschen betreut. "Und das mit hoher Qualität und mit irrsinnig viel persönlichem Engagement", betonte Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger