News

POLITIK

Regierungssitzung 2 - Absicherung unserer Berglandwirtschaft

31.01.2018
LR Benger: Landesregierung beschloss Top-Up-Förderung auf die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete in Höhe von 1,5 Mio. Euro


Klagenfurt (LPD). Die Kärntner Bergbauern leisten durch die Bewirtschaftung teils unter schwierigsten Bedingungen im benachteiligten Gebiet einen Beitrag zum Erhalt der Kärntner Kulturlandschaft, zur gesunden Lebensmittelproduktion und sie leisten damit vor allem einen gesellschaftlichen Beitrag. Tourismus und Freizeitwirtschaft würden ohne die Bewirtschaftung auf den Almen nicht stattfinden. "Die landwirtschaftliche Produktion findet unter freiem Himmel statt. Was unter freiem Himmel wächst, ist jeder Witterung ausgesetzt, und unsere Bäuerinnen und Bauern, ihr Ertrag, ihre Einkommen, ihre Existenzen sind von dieser Witterung abhängig", betont Agrarlandesrat Christian Benger. Daher beschloss die Landesregierung heute, Mittwoch, eine Maßnahme, um die bäuerlichen Betriebe und die Bewirtschaftung auf den Almen abzusichern. Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete aus der Ländlichen Entwicklung wird um 1,5 Mio. Euro aufgestockt. Das EU-Programm lässt diese Aufstockung auf Grund der unterschiedlichen Strukturen in den Ländern zu.

"Die Kärntner Bergbauern leisten durch die Bewirtschaftung unter schwersten Bedingungen einen besonderen Beitrag zum Erhalt der Kärntner Kulturlandschaft. Ihre nachhaltige Tätigkeit ist die Basis für den Kärntner Tourismus, die Freizeitwirtschaft und die Erholung der Stadtbevölkerung", sagt Benger und weist darauf hin, dass die Jahres-Einkommen in der bergbäuerlichen Wirtschaft in Kärnten rund 17 Prozent unter dem Österreich-Schnitt liegen (19.602 Euro Kärnten, 23.659 Euro Österreich). "Der höhere Bewirtschaftungsaufwand bei gleichzeitiger geringerer Ertragskraft wird im Sinne der Gesellschaft ausgeglichen. Ohne Almwirtschaft weniger Tourismus, weniger Freizeitwirtschaft, weniger gesunde Lebensmittelproduktion", sagt Benger.

Die Abwicklung der Top-Up-Förderung auf die Ausgleichszulage erfolgt über die Agrarmarkt Austria ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Die Hektarzuschläge auf die Ausgleichszulage sind festgelegt und werden mit ihr mit ausgezahlt.

Nach zwei sehr harten Jahren in der Landwirtschaft 2015 und 2016 mit Einkommensverlusten von bis zu 25 Prozent und Ernteeinbußen von bis zu 80 Prozent durch Wetterkapriolen hat Benger schon im Vorjahr ein Maßnahmenpaket geschnürt, um die Existenzen im bäuerlichen Bereich abzusichern und die Ertragsausfälle abzufedern. Der Gesamtschaden nach dem Frost im Frühjahr 2016 wurde mit rund 13,5 Mio. Euro beziffert.

"Bei der Unterstützung der bäuerlichen Betriebe geht es immer um den gesamten ländlichen Raum und die Erhaltung seiner Strukturen. Denn die Landwirtschaft ist die Säule für den ländlichen Raum", fasst Benger die Situation zusammen. So gerate der gesamte Wirtschaftskreislauf ins Wanken, denn immerhin fließen 80 Prozent der Investitionen auf den bäuerlichen Betrieben in die regionale Wirtschaft. Weniger Einkommen in der Landwirtschaft bedeuten weniger Investitionen, damit verbunden sind Arbeitsplätze und Lehrstellen.

Weil die Schäden, beispielsweise durch den Frost und Schneefall Ende April 2016, nachhaltig wirken, hat Benger gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer ein weiteres Konjunkturpaket für 2017 geschnürt, das noch im Herbst 2016 in der Regierung in Höhe von 2,3 Mio. Euro abgesegnet wurde.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm