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Regierungssitzung 7 -Sturm Yves- Drohende Straßenschäden stehen fest

31.01.2018
LR Benger: Koordinationsgruppe in Unterkärnten stellt Schäden durch Aufräumarbeiten und Abtransport in Höhe von 1,75 Millionen Euro fest - Akt zur Sanierung bzw. Bereitstellung finanzieller Mittel wird in nächster Sitzung eingebracht


Klagenfurt (LPD). Die bestehenden und noch drohenden Tauwetter-Straßensperren verhindern die Aufräumarbeiten und den Abtransport des Schadholzes in Unterkärnten. Auf Grund dessen hat LR Christian Benger vorige Woche alle betroffenen Waldbauern und sämtliche Behörden zu einen Runden Tisch geladen. Ergebnis war die Einrichtung einer Koordinationsstelle, um die notwendigen Straßenrouten für die rasche Aufarbeitung festzulegen. "Das Schadholz muss weg, sonst droht bei steigenden Temperaturen ein massiver Borkenkäferbefall, der auch die gesunden Wälder schädigt", berichtete Forstlandesrat Christian Benger heute, Mittwoch, nach der Sitzung der Landesregierung im Pressefoyer.

Der Forstverein spricht von einem möglichen Schaden von sechs bis acht Millionen. Festmetern in den betroffenen Gebieten, wo derzeit 460.000 Festmeter Schadholz durch den Sturm Yves liegen.
Die eingerichtete Koordinationsgruppe unter der Leitung von Forstexperten Werner Mattersdorfer hat nun einen Routenplan ausgearbeitet und die durch den Abtransport drohenden Straßenschäden festgestellt. Demnach ist mit einem Sanierungsvolumen von rund 1,75 Mio. Euro zu rechnen. Benger berichtete heute darüber dem Regierungskollegium.

Die Sanierungen können die jeweiligen Gemeinden nicht aus eigener Kraft stemmen. "Wir brauchen eine grundsätzliche finanzielle Zusage für die Straßensanierungen wie wir es auch am Guggenberg im Gailtal gemacht haben", so Benger. Von mehreren betroffenen Abteilungen wird nun ein entsprechender Akt vorbereitet, der in der nächsten Regierungsitzung eingebracht wird.

Die Erstellung des Routenplanes für die Aufarbeitung und den Abtransport brachte folgendes Ergebnis:

Von größter Bedeutung ist die Offenhaltung der Lobnig- und der Remschenigstraße mit einer asphaltierten Weglänge von 7,39 km für ca. 90.000 FM Schadholz im Seilgelände.

In den Gemeinden Sittersorf, Gallizien, St. Margareten, Ferlach und Maria Rain werden die Straßen entsprechend den ausgearbeiteten Plänen offengehalten.

In der Gemeinde Sittersdorf sind jetzt schon sehr starke Straßen-Schäden im Umkreis der Ortschaft aufgetreten, wobei zahlreiche Wege betroffen sind. "Gerade hier ist die rasche Aufarbeitung der Schäden besonders wichtig, denn es besteht hier auf Grund der geringen Seehöhe eine erhöhte Borkenkäfergefahr", betonte Benger. Betroffen sind ca. 14 km Asphaltstraßen und 1,5 km Schotterwege.

Die restlichen Gemeindeschäden konnten von der Koordinationsgruppe noch nicht zur Gänze erhoben werden. Man geht von Schäden auf ca. 20 km Asphaltstraßen und 10 km Schotterwegen aus. Zudem sei eine Regelung notwendig, die Straßen in den betroffenen Gebieten nicht zu sperren.

Die Hauptschadensgebiete liegen in den Gemeinden Eisenkappel mit ca. 300.000 Festmetern, in Sittersdorf mit ca. 80.000 Festmetern und in St. Margareten mit ca. 70.000 Festmetern. Derzeit sind 25 Seilbahnen im steilen Gelände im Einsatz, die Dauer wird mit 133 Arbeitstagen von der Koordinationsgruppe angegeben. "Durch die Aufräumarbeiten mit den Seilbahnen muss die anfallende Holzmenge aber auch täglich abtransportiert werden, damit die Arbeiten zügig vorangehen. Eine Produktion auf Vorrat und über die Zeit der Straßensperren ist nicht möglich, da sonst die Seilbringung behindert wird", erklärte Benger.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger