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Startschuss für die "Kärntner Trüffel"

02.02.2018
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig: Landwirtschaftliche Innovation mit touristischem, gastronomischem und ökologischem Mehrwert erhält LEADER-Regionalförderung von 55.000 Euro


Klagenfurt (LPD). In der Ortschaft Gutschen, Gemeinde Eberstein, entsteht in den nächsten Jahren die erste Trüffelplantage Kärntens. Als neue Alternative zu herkömmlichen Ertragsmöglichkeiten versuchen sich die biologischen Landwirte Andrea und Wolfgang Müller in der Anzucht von Burgundertrüffel. Die Vorteile dieser landwirtschaftlichen Produktion: Keine Pestizide, kein Dünger, ein Zusatzertrag über die notwendige Bepflanzung mit heimischen Rotbuchen, biologische Diversität und ein attraktives gastronomisches Angebot für die gesamte Region Görtschitztal. Das Land Kärnten unterstützt diese unkonventionelle und mutige Initiative über eine LEADER-Regionalförderung.

"Dass wir den Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenarten ernst nehmen, haben wir durch den Kärntner Vorstoß beim Glyphosat-Verbot auf öffentlichen Flächen hinlänglich bewiesen. Konstruktive Klima- und Umweltschutzpolitik erstreckt sich aber nicht nur auf Verbote, sondern zeigt sich selbstverständlich auch durch die Förderung von ausgewogenen Alternativen", erläutert Landeshauptmann Peter Kaiser. "Deshalb unterstützen wir auch landwirtschaftliche Projekte, die sich an einer ökologisch nachhaltigen, den lokalen Erfordernissen entsprechenden, Produktion versuchen."

Andrea und Wolfgang Müller haben im Vorfeld zu diesem Projekt die Gegebenheiten des Geländes, des Klimas, der Böden und der notwendigen Bewässerung auf Nutzbarmachung und Anpflanzung mit Trüffeln geprüft und für geeignet befunden. Der Vergleich mit "wild" vorkommenden Burgundertrüffeln hat gezeigt, dass der Standort Gutschen, Gemeinde Eberstein, ein optimaler Standort für eine Plantage ist. Die Trüffelplantage scheint somit eine interessante und ausbaufähige Möglichkeit, aus der gesetzlichen Pflicht zur Nachpflanzung bei Kahlschlägen - als Resultat von Sturmschäden etwa - einen landwirtschaftlichen Mehrertrag zu erzielen. Darüber hinaus trägt diese Plantage zur biologischen Artenvielfalt bei und schützt den Boden vor Verkarstung.

"Das Land Kärnten unterstützt dieses "landwirtschaftliche Start-Up" über eine LEADER-Regionalförderung in der Höhe von rund 55.000 Euro, bei Gesamtprojektkosten von etwa 79.000 Euro, um die notwendigen vorbereitenden Geländearbeiten, die Bepflanzung und die Sicherung gegen Wildverbiss zu gewährleisten", so Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig. Die LEADER-Regionalförderung, gespeist aus Mitteln des Landes, des Bundes und der Europäischer Union, wurde ins Leben gerufen, um Initiativen zur Stärkung des ländlichen Raumes zu fördern. "So können wir kreative Ideen, die zur Weiterentwicklung des ländlichen Raums beitragen, schnell und unbürokratisch umsetzen. Ob Denkmalsanierung oder eine neue Pflanzenkultur, wir sind jederzeit bereit, innovative Kärntnerinnen und Kärntner bei der Entwicklung und Gestaltung unseres Landes zu unterstützen", betont Schaunig.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LHStv.in Schaunig
Redaktion: Grollitsch/Sternig