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Land Kärnten und AK sichern Pendlerförderung und Konsumentenschutzberatung vertraglich ab

02.02.2018
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, AK-Präsident Goach bei feierlicher Unterzeichnung der Vertragsverlängerung - Wichtige Unterstützungs- und Serviceleistungen zur Entlastung der Kärntnerinnen und Kärntner gemeinsam gesichert


Klagenfurt (LPD). Im Auftrag bzw. mit Unterstützung des Landes Kärnten wickelt die Arbeiterkammer Kärnten die Fahrtkostenzuschüsse für Pendlerinnen und Pendler ab, bietet Konsumentenschutzberatung und Betriebskostenchecks (auch für Nicht-Mitglieder) an und hat heuer zudem eine neue Soforthilfe für Insolvenzopfer eingeführt.

"Dies alles sind essenzielle, unverzichtbare Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und im Fall des Konsumentenschutzes ein wichtiges Service für alle Bürgerinnen und Bürger, das es sonst in Kärnten in dieser Form nicht gibt. Land Kärnten und Arbeiterkammer sorgen damit gemeinsam nicht nur für Unterstützung sondern entlasten damit viele Kärntner und ihre Familien ganz massiv", betonte, heute, Freitag, Landeshauptmann Peter Kaiser. Im Jahr 2018 treten überdies neue Richtlinien in Kraft, über die es zu einer Erhöhung der Pendlerförderung kommt und neben den bestehenden Service erstmals eine Soforthilfe für Insolvenzopfer bereitgestellt wird. Die notwendige Verlängerung der Partnerschaft zwischen Land Kärnten und der Arbeiterkammer ist bereits gesichert: "Für die finanziellen Mittel ist vorgesorgt, die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt", so Kaiser.

Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte, für Lehrlinge, für Alleinverdienende, für Menschen mit niedrigem Einkommen, für Öffi-Nutzer: Grundlegend überarbeitete Richtlinien zur Arbeitnehmerförderung treten 2018 in Kraft.

"Mit der Anpassung und Überarbeitung der Pendlerpauschale möchten wir die Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch besser unterstützen und den positiven Trend am Kärntner Arbeitsmarkt weiter stärken", sagte Arbeitnehmerreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Freitag, bei der feierlichen Unterzeichnung der Vertragsverlängerung zwischen dem Land Kärnten und der Arbeiterkammer. Konkret werden die Zuschüsse für Pendlerinnen und Pendler um bis zu fünfzig Prozent erhöht, bei einer gleichzeitigen Anhebung der Einkommensgrenze um zehn Prozent.

Fahrtkostenzuschüsse können bis zu einem Jahreseinkommen von 26.400 Euro bzw. einem Monatseinkommen von 2.200 Euro beantragt werden und sind darunter gestaffelt. "Vor allem bei niedrigen Einkommen erhöht sich der Auszahlungsbetrag signifikant", so Schaunig. Je nach Entfernung zum Arbeitsplatz kann der Fahrtkostenzuschuss nun bis zu 550 Euro jährlich betragen. Lehrlinge erhalten künftig bereits ab fünf Kilometer Wegstrecke eine Förderung, Teilzeitbeschäftigte können bereits ab zwei Pendlertagen den Zuschuss beantragen. Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel werden bis zu einem Einkommen von 16.500 Euro zu 100 Prozent gefördert (ab 2 Zonen).

AK-Präsident Günther Goach erklärte, dass es sich bei den Fahrtkostenzuschüssen um eine sozialpolitische, nie um eine verkehrspolitische Maßnahme handle und belegte die wichtige Förderung mit Zahlen: "Bis Ende September 2017 wurden 7.861 Anträge positiv erledigt und 1,2 Millionen ausgezahlt. Anträge können noch bis 31. Oktober gestellt werden. Wir erwarten bis Jahresende über 10.000 Anträge." Goach sieht die Fahrtkostenzuschüsse als eine notwendige Stärkung des ländlichen Raumes: "Die Fahrtkostenzuschüsse sind in Kärnten besonders wichtig, da Arbeitnehmer oft aus den Landgemeinden weite Strecken an ihren Arbeitsplatz fahren müssen."

"Die Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen Land Kärnten und der Arbeiterkammer ist Voraussetzung dafür, dass dieses Service auch weiterhin allen Nichtmitgliedern zur Verfügung steht", betonte Schaunig. Für die Abwicklung der Fahrtkostenzuschüsse erhält die Arbeiterkammer Kärnten 140.000 Euro jährlich, für den Betriebskostencheck 20.000 Euro und für die Konsumentenschutzberatungen 320.000 Euro.

"Wir stehen den Kärntnerinnen und Kärntnern mit Rat und Tat zur Seite - alleine zum Thema Miet- und Wohnrecht haben wir im vergangenen Jahr über 10.500 Beratungen durchgeführt", so Goach. Die Experten der AK helfen unter anderem bei der Überprüfung der Betriebskostenabrechnung. Jährlich verzeichnet die Arbeiterkammer Kärnten zudem rund 35.000 Konsumentenschutzanfragen, wobei rund 60 Prozent der Ratsuchenden keine AK-Mitglieder sind.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Schaunig. AK
Redaktion: Schäfermeier/Zeitlinger