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Leistbarer Wohnraum ist wichtige Maßnahme gegen Abwanderung

05.02.2018
LHStv.in Schaunig, Bgm. Rinösl, Bgm. Pirker: Mietensenkung im gemeinnützigen Wohnbau schafft im ländlichen Raum attraktive Wohnangebote


Klagenfurt (LPD). Den Kärntner Gemeinden ist es in enger Abstimmung mit den gemeinnützigen Bauvereinigungen und dem Land Kärnten ein großes Anliegen, ihren Bürgern günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen - als eine der vielen Maßnahmen gegen die Abwanderung. Auch das aktuelle Mietensenkungsprogramm der Landesregierung greift in den Landgemeinden in verstärktem Ausmaß: Werden die Finanzierungsmieten im urbanen Umfeld durch das Programm auf durchschnittlich 2,70 Euro pro Quadratmeter gesenkt, sind es im ländlichen Raum sogar 2,55 Euro pro Quadratmeter. Kärntenweit sind es 7.000 Wohnungen, in denen die Mieten bereits gesenkt wurden. Die Wohnobjekte verteilen sich über das gesamte Bundesland - von Wolfsberg bis Spittal, von Afritz bis Zell.

"Wohnen ist ein Thema, das ich als Gemeinde- und Wohnbaureferentin mit den Bürgermeistern immer wieder intensiv diskutiere", betont LHStv.in Gaby Schaunig heute, Montag. "Daher freut es mich umso mehr, dass wir über das Mietensenkungsprogramm wirklich flächendeckend Gemeindebürger entlasten konnten."

Heimo Rinösl, Bürgermeister von Himmelberg, setzt viele Schritte, um seine Gemeinde für die Bewohner attraktiv und lebenswert zu machen - angefangen von der Ortsbildverschönerung über das Großprojekt Wasserversorgung bis hin zur Erneuerung des Wegenetzes. "Wichtigste Voraussetzung für die Menschen zu bleiben, sind aber gute Jobs und schöner, leistbarer Wohnraum. Die im Vergleich zu den Städten niedrigeren Mieten sind ein gutes Angebot für die Himmelbergerinnen und Himmelberger", so Rinösl.

Als staatlich zertifizierte familienfreundliche Gemeinde legt Dellach im Drautal großes Augenmerk auf die Unterstützung der Familien. "Dazu gehören auch passende Wohnungsangebote für junge Familien", betont Bürgermeister Johannes Pirker. "Wir haben in unserer Gemeinde ein vielseitiges Angebot für alle Generationen geschaffen, um eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten." Das breite Mietensenkungsprogramm sei auch ein wirksames Mittel in der Leerstandsbekämpfung.

Erreicht wurde die Mietensenkung einerseits durch das Angebot des Landes an die gemeinnützigen Bauvereinigungen, ihre Wohnbaudarlehen vorzeitig begünstigt zurückzuzahlen bzw. die Laufzeit der Darlehen zu verlängern, und andererseits durch den Einsatz von Eigenmitteln von Seiten der Bauvereinigungen. Das neue Wohnbauförderungsgesetz, das am 1. 1. 2018 in Kraft getreten ist, ermöglicht alleine im heurigen Jahr die deutliche Absenkung der Finanzierungsmiete in 4000 Wohnungen und schafft Spielraum für weitere Mietensenkungen in den kommenden Jahren. Bereits 2019 kann - unter Ausnutzung dieses Spielraums - die Miete in weiteren 3.000 Wohneinheiten abgesenkt werden. Die Kosten für das Land Kärnten belaufen sich dafür auf rund zwei Millionen Euro pro Jahr. "Dieses Geld kommt unmittelbar bei den Kärntnerinnen und Kärntnern an, da sich die gemeinnützigen Bauvereinigungen verpflichtet haben, sämtliche Vergünstigungen direkt an die Mieter weiterzugeben", betont Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Sternig