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Mühldorf und Malta setzen auf Naturerlebnis

06.02.2018

LR Benger: Tourismusstrategie Umsetzung – Mühldorf investiert in die Neuinszenierung als Freizeit- und Lebensraum, Malta macht den höchsten Wasserfall erlebbar




Klagenfurt (LPD). Im Zuge der Umsetzung der Tourismusstrategie wurde für die Gemeinden Kärntens ein Fördertopf ins Leben gerufen. Der sogenannte Berg/Rad/See-Topf unterstützt die Gemeinden dabei, touristische Infrastruktur zu entwickeln oder bestehende Infrastruktur neu zu inszenieren. Genau das machen auch die Gemeinden Mühldorf und Malta in Oberkärnten. Mühldorf investiert in die „(Ver)bindungen mit Mühldorf“ in Summe 600.000 Euro, wobei es der Gemeinde gelungen ist, 120.000 Euro an EU-Geldern zu lukrieren, 200.000 Euro fließen aus dem Berg-Rad-See-Topf. „Was die Gemeinden investieren, kommt allen zugute: den Gästen, der heimischen Bevölkerung in ihrer Freizeit und den Betrieben in den Gemeinden durch die gesteigerte Frequenz. Win-win wie’s besser nicht geht“, sagt Tourismuslandesrat Christian Benger dazu. In Summe fließen in den Bezirk Spittal in acht Berg-Rad-See-Infrastrukturprojekte 970.000 Euro.


Das Projekt in Mühldorf sieht die Errichtung und Inszenierung der Berg- und Sportinfrastruktur vor sowie die Vernetzung bestehender überregionaler Wander- und Radangebote mit den lokalen Wander- und Mountainbikestrecken. „Der Tourismus ist in unseren Tälern der wichtigste Wirtschaftsfaktor für Arbeitsplätze und Lehrstellen“, weist Benger hin. So wird der Dorfplatz und die Gemeinde als Veranstaltungszentrum sowie die Dorfwiese in Verbindung mit der Tennisanlage und dem Pflegeheim für Besucher, Radfahrer und Wanderer als Erlebnis- und Informationsraum gestaltet. Denn immerhin führen der Radweg R8 und der Alpe-Adria-Trail direkt durch das Ortszentrum. Dieses sollte zu einem neuen Freizeithauptplatz und einem Erlebnisknotenpunkt werden. Aus der Dorfwiese soll ein Freizeit- und Naturpark werden, der nicht nur als Rastplatz dienen soll, sondern auch Mühldorf erzählen wird. Als Etappenort für den Alpe-Adria-Trail, als Illusionsschleuse und Startplatz für Mountainbikestrecken, den Themenweg an der Möll (Möllschausee), die Barbarossaschlucht und das Reißeck soll dieser Platz bald dienen. Das umfangreiche Projekt sieht noch viele weitere Details vor, um die Gemeinde neu zu inszenieren.


Rund um Kärntens höchsten Wasserfall in der Gemeinde Malta führt eine imposante Wanderrunde. Bevor der Fellbach über 200 Meter in die Tiefe stürzt, quert ein Steig den Bach. Die ca. 15 Meter lange Brücke muss auf Grund ihres baulichen Zustandes erneuert werden. Wegen des Geländes müssen Bauteile mit dem Hubschrauber an Ort und Stelle gebracht werden. Mit einer Aussichtsplattform lässt sich der Wasserfall aus direkter Nähe erleben. Diese Möglichkeit ist einzigartig in Kärnten. „Und was einzigartig ist, müssen wir hervorheben“, sagt Benger. Auch die Stahlseilsicherung am Zugweg zur Brücke muss erneuert werden, da dieser Weg auch als Zustieg zur Loibspitze, einem beliebten Wanderweg genutzt wird. Die Gesamtkosten liegen bei über 13.000 Euro, 5.450 Euro fließen aus dem Berg-Rad-See-Topf in das Projekt.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm