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Drei Nahversorger in Globasnitz abgesichert

06.02.2018
LR Benger: Nahversorger wichtige Infrastruktur in den Tälern und Gemeinden - Bäcker, Fleischerei und Spar in Globasnitz erhielten Förderung


Klagenfurt (LPD). Wo Menschen leben, muss auch die Versorgung sichergestellt sein. Nahversorger können ohne die öffentliche Hand kaum bestehen. Deshalb unterstützen wir sie bei Investitionen und Personalkosten. Sie sichern Arbeitsplätze und erlangen für die Menschen vor Ort wieder mehr Bedeutung“, gab heute, Dienstag, LR Christian Benger bekannt. Der Mehrfachnutzen der Nahversorgerförderung liegt auf der Hand: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. „Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort“, bekräftigte Benger.


Kürzlich überbrachte Benger persönlich die Förderung an die Bäckerei Manfred Greiner, die Fleischerei Cebul und den Spar Zadruga Markt in Globasnitz. Insgesamt fließen 8.500 Euro an die drei Geschäfte im Ort, die Gemeinde stockt diesen Beitrag noch auf.


Seit 1972 gibt es die Bäckerei Greiner in Globasnitz, die 2008 von Manfred Greiner in der zweiten Generation übernommen wurde. Fünf Mitarbeiter finden in der Bäckerei ihre Arbeit, dank der Lösung, dass auch Familienmitglieder kostenfrei mitarbeiten dürfen, helfen auch die Eltern von Manfred Greiner tatkräftig mit. Bekannt ist die Bäckerei für ihr Hemma-Pilgerweckerl.


2011 hat die Fleischerei von Katharina und Friedrich Cebul neu eröffnet und auch der Sohn, der eigentlich eine Mechaniker-Lehre absolvierte, hat im Familienbetrieb seine zweite Lehre nun zusätzlich gemacht und beim Bundeslehrlingswettbewerb im Fleischergewerbe die Silbermedaille gemacht. Landesmeister ist der junge Fleischer auch.


Der einzige Nahversorger mit einem vollen Angebot ist der Spar Zadruga Markt in der Gemeinde Globasnitz. Christine Murolt ist die Filialleiterin, einen neuen Geschäftsführer mit Bernhard Reiter erhielt der Markt 2017 und damit auch gleich neuen Schwung. „Der Markt ist ein Beispiel dafür, dass nicht nur die Umsatzzahlen alleine stimmen. Die Verantwortlichen sind sich ihrer Nahversorgerrolle bewusst, sonst hätte der Spar längst geschlossen“, so Benger. In Zukunft wird man noch mehr auf die regionalen Produkte setzen und investiert wird auch in eine neue Einrichtung. Vier Mitarbeiter beschäftigt das Geschäft.


Über 50 Nahversorger haben 2017 die Nahversorger-Förderung bis dato erhalten und in Summe 780.000 Euro in ihre Geschäfte bzw. in die Arbeitsplätze investiert, da nicht nur Investitionen sondern auch Arbeitskräfte mit der Förderung unterstützt werden. Seitens des Landes wurden die Aktivitäten mit 130.500 Euro gefördert, zusätzlich flossen rund 360.000 Euro von allen betroffenen Gemeinden, wobei der Dorfladen Fresach alleine mit über 100.000 Euro von der Gemeinde unterstützt wurde. Diese über 50 Nahversorger sichern damit auch 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort ab.


Für 2017 standen im Wirtschaftsreferat 200.000 Euro zur Verfügung, noch sind nicht alle Förderansuchen abgewickelt. 2016 wurde von Benger die Nahversorgerförderung ins Leben gerufen. Sie wurde 2017 auf 200.000 Euro aufgestockt und für Fleischer und Bäcker ebenso geöffnet.


2016 wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, die gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Mllionen Euro aufweisen. Außerdem konnten mit der Förderung 242 Mitarbeiter abgesichert werden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag mit 176.000 Euro aufgestockt. In Summe haben die Nahversorger 2016 rund 455.000 investiert.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger

Fotohinweis: Büro LR Benger