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Kärnten-Slowenien: Gespräch über grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte

09.02.2018
LH Kaiser empfing gemeinsam mit Regierungskollegen hochrangige politische Vertreter Sloweniens - Themen u.a.: Verladebahnhof Kühnsdorf und geplante Schnellstraße von Slowenien Richtung Grenzübergang Bleiburg


Klagenfurt (LPD). Einen Höflichkeitsbesuch einer ranghohen politischen Abordnung Sloweniens bei Landeshauptmann Peter Kaiser, um sich für die sich sehr gut entwickelnden Beziehungen zwischen Kärnten und Slowenien zu bedanken, nutzte der Kärntner Landeshauptmann heute, für ein gemeinsames Gespräch mit seinen Regierungskolleginnen und -kollegen zu aktuellen Themen. Aus aktuellem Anlass wollte der Landeshauptmann vom slowenischen Infrastrukturminister Peter Gašperšič, er wurde u.a. von Goran Žmavc (Minister für Auslandsslowenen), Milan Predan (Generalkonsul) und Dušan Pšeničnik (Wirtschaftsberater der slowenischen Botschaft in Wien) begleitet, wissen, wie es um die kolportierte Schnellstraße von Slovenji Gradec zum Grenzübergang Grablach bei Bleiburg steht.

"Wir erwarten, dass wir im Rahmen unserer guten nachbarschaftlichen Beziehungen jedenfalls rechtzeitig informiert werden, wenn es derartige infrastrukturelle Überlegungen gibt, die möglicherweise Auswirkungen auf unser Bundesland und im Speziellen auf die Grenzregion hat", machte Kaiser deutlich. Gašperšič berichtet, dass man derzeit auf slowenischer Seite lediglich an der Finalisierung der Planungen zum Ausbau der Verbindung zwischen Celje und Slovenji Gradec arbeite. Er betonte, dass man bei dem Projekt einer verbesserten Verbindung zwischen Slovenji Gradec und dem Grenzübergang Grablach erst am Planungsanfang stehe, es noch nicht einmal eine entsprechende Raumplanung gäbe und erst darüber diskutiert werde, ob nicht auch eine zweispurige Anbindung reicht. Der Minister bestätigte auch, dass dieses Thema, so wie von Landeshauptmann Peter Kaiser in einem Brief an Außenminister Karl Erjavec vorgeschlagen in der für Juni geplanten kommenden Sitzung des Gemeinsamen Komitees Kärnten-Slowenien behandelt werde.

Weiteres Thema, waren die Pläne zur Anbindung des Verladebahnhofes Kühnsdorf an die Koralmbahn. Für die finale Realisierung arbeite die eigens eingerichtete Gesellschaft derzeit an den notwendigen Beschlüssen und Widmungen so Kaiser. "Nachdem es eine funktionierende Gleisanbindung zwischen dem Bahnhof Kühnsdorf über Bleiburg bis nach Maribor gibt, sollten wir mögliche Synergieeffekt prüfen", so Kaiser. Als Beispiel nannte der Landeshauptmann die Möglichkeit einer stärkeren Verlagerung des Güterverkehrs von Slowenien kommend auf die Schiene und gleichzeitig eine bessere gemeinsame Auslastung des Verladebahnhofes Kühnsdorf.

Beide, Kaiser und Gašperšič, betonten die guten Beziehungen zwischen Kärnten und Slowenien, die sich in den letzten Jahren sehr gut und zum Vorteil beider Seiten weiterentwickelt hätten. Ein Erfolgsprojekt sei beispielsweise der Geopark Karawanken.

An der Seite von Landeshauptmann Peter Kaiser nahmen seitens der Kärntner Landesregierung auch LR Rolf Holub und LR Gerhard Köfer sowie in Vertretung von LR Gernot Darmann LAbg. Christoph Staudacher teil.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Stirn
Fotohinweis: LPD/ Bauer