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Kärnten als sanft-mobile Tourismus-Destination positionieren

09.02.2018
LR Benger: Kärntner Projekt Bahnhofshuttle für Innovationspreis Tourismus nominiert – Zwei Interreg-Projekte zum Thema Rad mit 3,2 Mio. Euro genehmigt


Klagenfurt (LPD). „Kärnten hat wieder die Nase vorn, die Aufholjagd im Tourismus auf allen Ebenen geht weiter. Unsere touristische Mobilitätszentrale Kärnten, das Bahnhofshuttle, ist für den Tourismus Innovationspreis 2018 nominiert“, berichtet heute, Freitag, Tourismuslandesrat Christian Benger. Das Bahnhofshuttle als Teil des „Sanftmobilen Tourismus“ ist ein Erfolgskonzept für den Urlaub ohne Auto, für die alternative Anreise in den Kärnten-Urlaub, vom Schlafzimmer bis ins Hotelzimmer. 4.000 Gäste haben seit Bestehen des Bahnhofshuttle ab Sommer 2017 den Transport vom Zug zum Beherberger genutzt. Auf zwölf Bahnhöfen in Kärnten wird der Transfer angeboten, 4.500 Haltestellen gibt es bei Betrieben, 260 bei Ausflugszielen.


„Immer mehr Menschen verzichten aufs Auto, wenn sie in den Urlaub fahren. 40 Prozent der Menschen, die in Ballungszentren leben, besitzen schon kein Auto mehr. Diesem Trend, stressfrei und CO2-reduzierend reisen zu wollen, wird Kärnten gerecht“, erklärt Benger. Sein Ziel als Tourismuslandesrat: Kärnten als sanft-mobile Tourismus-Destination zu positionieren. Weil Natur und das Natur-Bewusstsein immer mehr in den Vordergrund rücken, muss Kärnten als Urlaubsland auf allen Wegen erreichbar sein, daher wurde in dieses Projekt investiert. 2,1 Mio. Euro sind für drei Jahre budgetiert. 375.000 Euro fließen von Klima.Aktiv des Bundes, 225.000 Euro vom KWF, 150.000 Euro aus dem Tourismusreferat, 480.000 Euro von den acht Tourismusregionen Kärntens und eine Mio. Euro ist als Einnahmen aus den Transfers gerechnet.


„Die Gäste haben einen klaren Anspruch: Die Anreise muss von der Haustüre bis zur Zimmertüre komfortabel sein. Diesen Anspruch erfüllen wir“, erklärt George Overs, Geschäftsführer der Tourismusregion Villach. Das „Sanftmobile Naturerlebnis“ wurde im Frühsommer in Kärnten präsentiert. Es geht bei diesem Projekt um die „letzte Meile“, um das organisierte Anreisen vom Bahnhof zum Hotel. Acht Kärntner Tourismusregionen (Bad Kleinkirchheim, Mittelkärnten, Millstätter See, Nassfeld-Pressegger See – Lesachtal – Weißensee, Nockberge, Klopeiner See – Südkärnten und Wörthersee, Villach-Faaker See – Ossiacher See) und die Kärnten Werbung haben das Projekt „Touristische Mobilitätszentrale Kärnten“ mit dem Bahnhofshuttle Kärnten entwickelt. Aber nicht nur Urlauber profitieren von diesem innovativen Service, auch Einheimische können das sanft-mobile Transportmittel in Anspruch nehmen. Projektpartner für den neuen Shuttle ist die Bacher Touristik GmbH.


Zwei Interreg-Projekte, die dem sanft-mobilen Tourismus entsprechen, wurden gerade erst genehmigt. 3,2 Mio. Euro betragen die Gesamtkosten für die Projekte, die das radtouristische Angebot in Kärnten und Italien verbessern. „Kärnten tritt voll in die Pedale. Wir werden den Gästetrends, die Natur zu erleben, die Umgebung kennen zu lernen, gerecht und steigern das Angebot im Land“, so Benger. Die Förderquote für diese Projekte beträgt 85 Prozent, weil EU-weit sanft-mobile Angebote forciert werden, auch um den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Die Kosten für Kärnten für beide Projekte belaufen sich auf 765.000 Euro.


Das Interreg-Projekt EMOTIONWay mit Italien verbessert das radtouristische Angebot in Kärnten. Neue touristische Mobilitätsangebote in Verbindung mit Natur- und Kulturerlebnisangeboten erhöhen die Attraktivität Kärntens für Urlauber, die mit Bahn, Bus oder Flugzeug anreisen bzw. in der Urlaubsregion ohne PKW mobil sein wollen.


Das zweite Kooperationsprogramm Interreg Italien-Österreich ist das Projekt BIkE-NAT, Projektpartner sind das Land Kärnten und die Kärnten Werbung. Auch hier geht es um das Thema Rad und die Verbesserung des Mobilitätsangebotes von Kärnten und dem Ciclovia Alpe Adria. Neue intermodale Personenverkehrsdienste wie Bike+Bus an MICOTRA-Bahnhöfen, neue fahrradfreundliche Dienste sowie die gemeinsame Bewerbung und Entwicklung des radtouristischen Angebots von Friaul-Julisch Venetien, Kärnten und Salzburg unter Einbeziehung der natürlichen und kulturellen Schätze der Regionen sind die Grundlagen des Projektes.


Nachhaltige Tourismusmobilität ist das Motto des Österreichischen Innovationspreis Tourismus 2018. Er ist eine Auszeichnung, die vom Bund und den neun Bundesländern alle zwei Jahre für innovative Tourismusprojekte vergeben wird. Der Wettbewerb ist als zweistufiges Verfahren konzipiert. Aus dem Kreis der Bundesländersieger werden in der zweiten Stufe die österreichweiten Sieger ermittelt. Das Bahnhofshuttle ist Kärnten-Sieger und daher für den Österreich-Preis nominiert.


Infos: www.bahnhofshuttle.at



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger