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Sturm Yves: Land unterstützt Sanierung der Straßenschäden

12.02.2018
LHStv.in Gaby Schaunig, LR Benger: Koordinationsgruppe stellt Schadensrisiko durch Holz-Abtransport in Höhe von 1,71 Millionen Euro fest - Mittel für Straßen-Sanierungen werden bereitgestellt


Klagenfurt (LPD). Die bestehenden und noch drohenden Tauwetter-Straßensperren verhindern derzeit die Aufräumarbeiten und den Abtransport des Schadholzes in Unterkärnten. Auf Grund dessen hat LR Christian Benger eine Koordinationsstelle eingerichtet, die die notwendigen Straßenrouten für die rasche Aufarbeitung festgelegt hat und auch die drohenden Schäden durch die schweren Holzfuhren berechnet hat.

Mit 1,71 Mio. Euro sind nun die maximal erwartbaren Schäden und Kosten der darauf folgenden Sanierungsmaßnahmen auf den Gemeindestraßen beziffert. Eine Summe, die die Gemeinden nicht alleine tragen können. Daher haben Finanz- und Gemeindereferentin LH LHStv.in Gaby Schaunig und LR Benger sich heute. Montag, darauf geeinigt, dass 50 Prozent der drohenden Kosten für nachträgliche Straßensanierungen das Gemeindereferat aus den Bedarfszuweisungen trägt. Eine Zwischenfinanzierung wird zur Gänze über den Regionalfonds ermöglicht.

"Die Nachwehen von Föhnsturm Yves stellen die betroffenen Gemeinden vor große Herausforderungen. Als Gemeindereferentin stehe ich voll und ganz hinter den Bürgermeistern des Bezirks und freue mich, dass wir nun gemeinsam eine finanzielle Lösung für die Straßensanierungen gefunden haben", sagte Schaunig.

"Wir werden die betroffenen Gemeinden bei dieser Last unterstützen und dabei auch nicht zögern. Das Schadholz muss weg, sonst droht bei steigenden Temperaturen ein massiver Borkenkäferbefall, der auch die gesunden Wälder schädigt", betone Benger.

Der Forstverein spricht von einem möglichen Schaden durch den Borkenkäfer von sechs bis acht Millionen Festmetern in den betroffenen Gebieten, wo derzeit 533.000 Festmeter Schadholz durch den Sturm Yves liegen. Alleine deshalb seien rasches Handeln und Entscheidungen nötig.

Die Erstellung des Routenplanes unter der Leitung von Forstexperten Werner Mattersdorfer für die Aufarbeitung und den Abtransport brachte folgendes Ergebnis: Von größter Bedeutung in der Marktgemeinde Eisenkappel ist die Offenhaltung der Lobnig- und der Remschenigstraße mit einer asphaltierten Weglänge von 7,39 km für ca. 90.000 FM Schadholz im Seilgelände.

In den Gemeinden Sittersdorf, Gallizien, St. Margareten, Ferlach und Maria Rain werden die Straßen entsprechend den ausgearbeiteten Plänen offengehalten. In der Gemeinde Sittersdorf sind jetzt schon sehr starke Straßen-Schäden im Umkreis der Ortschaft aufgetreten, wobei zahlreiche Wege betroffen sind. "Gerade hier ist die rasche Aufarbeitung der Schäden besonders wichtig, denn es besteht hier auf Grund der geringen Seehöhe eine erhöhte Borkenkäfergefahr", betonte Benger. Betroffen sind ca. 14 km Asphaltstraßen und 1,5 km Schotterwege.

Man geht von Straßenschäden auf ca. 50,5 km Asphaltstraßen und 15,7 km Schotterwegen aus, wovon in den Gemeinden Eisenkappel und Sittersdorf davon rund. 21 km Asphaltstraßen betroffen sind.

Weitere, geringer betroffene Gemeinden sind Gallizien, St. Margareten im Rosental, Zell, Ferlach, Feistritz im Rosental, Köttmannsdorf, Maria Rain, Ebenthal und Grafenstein.

Die forstwirtschaftlichen Hauptschadensgebiete liegen in den Gemeinden Eisenkappel mit ca. 300.000 Festmetern, in Sittersdorf mit ca. 80.000 Festmetern und in St. Margareten mit ca. 70.000 Festmetern. Derzeit sind 25 Seilbahnen im steilen Gelände im Einsatz, die Dauer wird mit 133 Arbeitstagen von der Koordinationsgruppe angegeben. "Durch die Aufräumarbeiten mit den Seilbahnen muss die anfallende Holzmenge aber auch täglich abtransportiert werden, damit die Arbeiten zügig vorangehen. Eine Produktion auf Vorrat und über die Zeit der Straßensperren ist nicht möglich, da sonst die Seilbringung behindert wird", erklärte Benger.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig. Büro LR Benger
Redaktion: Grollitsch/Robitsch/Zeitlinger