News

POLITIK

Regierungssitzung 5 - Neue landwirtschaftliche Ausbildung mit Agrar- und Umweltschwerpunkt

13.02.2018
LH Kaiser begrüßt geplante Kooperation zwischen HTL 1 Lastenstraße und HBLA Pitzelstätten - Abwanderung junger Menschen weiter entgegenwirken - LR Benger: Ausbildung ist am Puls der Zeit, wird von Ministerien gut geheißen


Klagenfurt (LPD). Eine völlig neue Ausbildungsmöglichkeit soll in Kärnten dank einer Kooperation zwischen der HTL 1 Lastenstraße und der HBLA Pitzelstätten geboten werden. "Mit dem Zweig der Agrar-, Land- und Umwelttechnik könnte bereits im Schuljahr 2019/20 gestartet werden", gaben heute, Dienstag, Bildungsreferent LH Peter Kaiser und Landesrat Christian Benger im Pressefoyer nach der Regierungssitzung bekannt.

Eine im südösterreichischen Raum einzigartige Möglichkeit, die technische Ausbildung im Land zu forcieren, mit dem Abschluss einer Reife- und Diplomprüfung. Der Unterricht würde an beiden Schulen stattfinden. Damit könnten die Synergien auch bestens genutzt werden. Vermittelt werden sollen von Kenntnissen in der Landtechnik über Umweltmanagement bis hin zu nachhaltiger Landwirtschaft Inhalte aus beiden Lehrplänen. Durch die Kooperation wird das Einzugsgebiet auf den gesamten west-, süd- und südostösterreichischen Bereich vergrößert.

"Rund 39.000 Kärntnerinnen und Kärntner gehen einer landwirtschaftlichen Tätigkeit im Voll- oder Nebenerwerb nach", weiß Kaiser und begrüßte das Vorhaben. "Mit der Umsetzung dieser Kooperation könnte der Abwanderung junger, motivierter Menschen entgegengewirkt werden", so der Bildungsreferent. Zudem wäre der neue Ausbildungszweig eine weitere Möglichkeit, Mädchen näher an die Technik zu bringen.

In weiterer Folge ist ein Auf- und Ausbau von Firmenpartnerschaften mit relevanten und fachspezifischen Unternehmen geplant. Diese könnten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise bei der Absolvierung der vorgegebenen Praktika aber auch beim Verfassen der Diplomarbeit unterstützen.

"Weil wir an morgen denken, müssen wir auch die Ausbildung für unsere Kinder entsprechend möglich machen. Technologien für Mensch, Tier & Umwelt, sowie der Schutz von Böden, Wasser und Luft werden die zentralen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte in der "Agrar-, Land- und Umwelttechnik" sein. Moderne Verfahren werden die landwirtschaftliche Produktion grundlegend verändern. Mit diesem Ausbildungskonzept stellen wir uns diesen Herausforderungen", erklärte Benger. Ob Smart Farming, digitale Lenksysteme, am Feld direkt miteinander kommunizierende Fahrzeuge und erneuerbare Energien, Technik in Landwirtschaft und Umwelt ist nicht aufzuhalten.

"Im direkten Draht mit Wien, mit den zuständigen Ministern Elisabeth Köstinger und Heinz Faßmann habe ich das vorliegende Konzept bereits besprochen, die technische Ausbildung ist am Puls der Zeit und wird von beiden Ministern gut geheißen", berichtete Benger von seinen Gesprächen mit der Nachhaltigkeitsministerin und dem Bildungsminister. Jetzt müssen die Direktoren offiziell ihre Anträge für den Schulversuch stellen. Köstinger ist zuständig für die HBLA in Pitzelstätten und muss hier ihre Zustimmung geben. Faßmann ist zuständig für die HTL.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LR Benger
Redaktion: Schäfermeier/Robitsch/Stirn/Zeitlinger