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Bildung, Tierschutz, Innenstadtbelebung, Glasfaserausbau: "Ausgezeichnete" Gemeinde Wolfsberg setzt frische Akzente

20.02.2018
LHStv.in Schaunig: Musikschule wird saniert, Tierschutzhaus neu gebaut und Breitbandausbau zügig vorangetrieben - Und Wolfsberg beteiligt sich an Initiative "mein Pop-up-Store"


Klagenfurt (LPD). Am 18. Jänner wurden im Wiener Belvedere die Auszeichnungen für die verlässlichsten Infrastrukturangebote von Österreichs Gemeinden vergeben. Unter 40 teilnehmenden Gemeinden erreichte Wolfsberg den ausgezeichneten dritten Gesamtrang und den ersten Platz in der Kategorie "Gebäudesicherheit". Laut Jurybegründung hat sich Wolfsberg als Vorzeigestadt für Gebäudemanagement und -sicherheit hervorgetan. Insbesondere die hohen Investitionen in die städtische Infrastruktur und die strengen Prüfungen der Anlagen durch den TÜV und durch die Gemeinde selbst wurden dabei hervorgehoben. Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig gratulierte der Gemeinde und Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz gestern, Dienstag, im Rahmen einer Pressekonferenz im Lavanthaus, bei der auch die laufenden und kommenden Initiativen der Gemeinde vorgestellt wurden.

"Die Gemeinden bieten uns Sicherheiten an, die wir täglich benötigen. Herzlichen Glückwunsch deshalb auch von meiner Seite zum Erhalt dieser Auszeichnung, für dieses positive Signal der Gemeinde Wolfsberg und für die zukünftige als auch für die bisher geleistete Arbeit zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger", so Schaunig.

"Wir freuen uns über diese große Auszeichnung, die vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeinde und in den Stadtwerken gebührt", betonte Bürgermeister Schlagholz. "Für Wolfsberg ist eine Bestätigung, dass bei uns bürgernahe Verwaltung und Versorgungsqualität großgeschrieben werden." Die Auszeichnung sei zugleich Ansporn, weiter mit vollen Kräften die Gemeinde Wolfsberg "zukunftsfit" zu gestalten.

Bereits auf Schiene ist die Sanierung der Bezirksmusikschule in Wolfsberg. Der bauliche Zustand der denkmalgeschützten Musikschule hat längst seinen Zenit überschritten, nun wird mit finanzieller Unterstützung des Landes eine Generalisierung in Angriff genommen, die noch dieses Jahr abgeschlossen werden soll. Im Rahmen einer thermischen Sanierung werden Fenster, Türen und Fassade erneuert bzw. ausgetauscht. Zusätzlich wird das gesamte Gebäude barrierefrei gestaltet, unter anderem durch einen Lifteinbau. Brandschutzmaßnahmen und ein Heizungseinbau schließen die Sanierung ab. Die Finanzierung wird von Land und Bund gefördert, der Eigenbeitrag der Gemeinde beläuft sich bei Gesamtprojektkosten von 1.872.400 Euro auf rund 340.000 Euro.

Fix ist auch der Neubau eines Tierschutzhauses in Wolfsberg. Als interkommunales Projekt der Lavanttaler Gemeinden (jede Gemeinde hat einen Euro pro Einwohner beigesteuert) und mit Unterstützung des Landes Kärnten entwickelt, wird ein neues Tierschutzhaus entstehen das eine artgerechte, modernen Standards entsprechende Tierhaltung erlaubt. Bürgermeister Schlagholz für den das Tierschutzhaus eine "Herzensangelegenheit" ist: "Wir haben schlicht und einfache eine Verpflichtung gegenüber den Tieren. Deshalb müssen entsprechende Räumlichkeiten geschaffen werden und die medizinische Betreuung der Tiere muss gewährleistet sein. Auch hier meinen herzlichen Dank an das Land Kärnten und Finanzreferentin Gaby Schaunig, die das Projekt finanziell mittragen." Konkret werden 150.000 Euro an Bedarfszuweisungsmitteln außerhalb des Rahmens vom Land gefördert. Von den Gesamtbaukosten von rund einer Mio. Euro wird die Gemeinde Wolfsberg, nach Abzug der Landesförderung und dem Beitrag der Lavanttaler Gemeinden, 470.000 Euro zu tragen haben.

"Eine Form der Daseinsvorsorge", nennt Dieter Rabensteiner, Geschäftsführer der Wolfsberger Stadtwerke GmbH und der LavNet Telekom GmbH, die Versorgung mit Breitbandinternet. Wolfsberg hat dabei schon jetzt eine Vorreiterrolle inne. Über das LavNet beziehen bereits jetzt 700 Haushalte Internet mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 Mbit/s - derzeit allerdings noch über eine Koaxleitung. Nachdem Wolfsberg die Erstellung der Breitbandmasterpläne bereits abgeschlossen hat, geht es nun um die flächendeckende Erschließung mit Glasfaserkabeln. Die Stadtwerke Wolfsberg werden diese flächendeckende Erschließung in den nächsten Jahren vorantreiben und Glasfaserleitungen vor allem über Grabungsarbeiten für Kanal und Wasser mitverlegen. Darin zeigt sich erneut der Vorteil eines Masterplanes: "Er gewährleistet einen kostenschonenden und strukturierten Ausbau mit Glasfaserkabeln", betonte Schaunig, im Fall von Wolfsberg für rund 6.700 Haushalten. Die Leitungen selbst sind nach Fertigstellung für jeden Anbieter offen.

Zur Belebung der Innenstadt und der Geschäftstätigkeit wird sich die Gemeinde Wolfsberg an der Initiative "mein Pop-up-Store", eine Kooperation des Landes Kärnten und des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF), beteiligen. Ziel der Initiative ist es, durch die Belebung leer stehender Geschäftsflächen in den Städten die urbane Standort- und Regionalentwicklung zu stimulieren. Im ersten Schritt wird eruiert, welche Immobilien für einen Pop-Up Store infrage kommen würden und zu welchen Konditionen eine temporäre Nutzung möglich ist. Dann folgt die offizielle Ausschreibung durch den KWF. Über einen Juryentscheid werden unter den eingereichten Projekten die Gewinner ermittelt, die dann voraussichtlich für drei Monate ihre Geschäftsideen in Wolfsberg präsentieren können. Außerdem erhalten die Gewinner eine Prämie vom KWF, die etwa zur Anschaffung von Geschäftsausstattung genutzt werden kann.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Grollitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig