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Wirtschaftsstandort Unterkärnten stärken

20.02.2018
BM Schramböck, LR Benger, WK und Mahle-Geschäftsführung bekennen sich zur Stärkung des Wirtschaftsraumes Unterkärnten - Letter of Intent unterschrieben


Klagenfurt (LPD). Einen Letter of Intent zur gemeinsamen Stärkung des Wirtschaftsraumes Unterkärnten haben gestern, Montag, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, LR Christian Benger, Rudolf Bredschneider von der WK und Thomas Berg, Geschäftsführer der Mahle GmbH. unterschrieben.

„Wir haben alle etwas gemeinsam: Wir wollen die Täler und Gemeinden stärken, wir wollen, dass die Wirtschaft wächst, wir wollen, dass der Raum Unterkärnten aufholt und dass neue Arbeitsplätze entstehen“, sagte Benger anlässlich der Unterzeichnung.


BM Schramböck erklärte in einer Pressekonferenz vor Ort bei Mahle, dass die Politik die Rahmenbedingungen zu schaffen habe, damit die Unternehmer wieder unternehmerisch tätig sein können. „Wir müssen mit Hausverstand ausmisten, Bürokratie abbauen und Gesetze wie Verordnungen abschaffen“, betonte Schramböck. Unter anderem nannte sie das Beispiel der Meldungen im Jahr, die ein Unternehmen an Behörden zu tätigen hat.


In ganz Österreich sind das 230 Millionen Meldungen, die Betriebe an unterschiedliche Behörden jedes Jahr machen müssen, zum Beispiel, ob ein Betriebs-Fahrzeug haben, wenn es um die KFZ-Steuer geht. Und das, obwohl die Fahrzeugdaten bei der Zulassungsstelle liegen, bis ein neues Fahrzeug angemeldet wird. Diese 230 Millionen Meldungen kosten den Betrieben und der Verwaltung 4,3 Milliarden Euro im Jahr. „Es muss besser werden, dafür haben wir zu sorgen“, so Schramböck.


Zudem sei der Breitbandausbau zu forcieren, damit die Digitalisierung von den Einmann-Betrieben über die Startups bis hin zu den Leitbetrieben funktioniert. „Da geht es um neue Jobs, die für unsere Kinder und Enkelkinder wichtig werden. Denn Digitalisierung verlangt hochqualifizierte Mitarbeiter“, erklärte die Ministerin.


Gerade ein Betrieb wie Mahle zeige, wie wichtig die technische Ausbildung sei und die Digitalisierung, damit Leitbetriebe und die KMU im Umfeld kommunizieren und mit einander arbeiten können, wie in St. Michael. Diese zu schaffen den Rahmenbedingungen seien auch der Inhalt des Letter of Intent, der die Grundlage und das klare Bekenntnis für die Stärkung des Wirtschaftsraumes Unterkärnten ist.


„Wir haben unseren Leitbetrieb in dieser Region – und Unterkärnten ist meine Heimat – zu stärken. Damit stärken wir auch die KMU in der Umgebung und sorgen dafür, dass sich junge Unternehmen ansiedeln“, so Benger. Über 6.000 Menschen pendeln von Unterkärnten aus in ein anderes Bundesland für einen Arbeitsplatz. „Wir müssen dafür sorgen, dass sie hier einen Job bekommen und wir müssen dafür sorgen, dass die Jungen wieder zurück kommen“, sagte Benger. Mi dem LOI soll das Versprechen der Politik und der Interessenvertretung dokumentiert sein, den Unterkärntner Raum zu stärken.


„Ein Schulterschluss wie dieser ist wichtig, um Standorte abzusichern. Neue Technologien und der Fachkräftemangel erfordern Schritte und Maßnahmen“, erklärte der GF von Mahle, Thomas Berg.

12.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es im Bezirk Völkermarkt, 2.300 davon bei Mahle. Vor allem das Zusammenwirken mit den anderen Betrieben in der Region lobte der WK-Bezirksstellenobmann Rudolf Bredschneider. Auch er kennt die Bedürfnisse der Betriebe, der Breitbandausbau steht ganz oben auf der Liste, gefolgt vom Verladebahnhof Kühnsdorf, der Verbesserung des Straßennetzes, der Sicherung des Flughafens und dem Ausbau von Bildungsstätten, um der Abwanderung und dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Sternig

Foto: Büro LR Benger