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Kleine Schigebiete geben Vollgas

22.02.2018
LR Benger: Winter-Nahversorger in Tälern und Gemeinden müssen erhalten bleiben - Unterstützung für die Liftanlage in Baldramsdorf


Klagenfurt (LPD). „Wir haben uns entschlossen, von Seiten der öffentlichen Hand unsere Kleinschigebiete zu unterstützen, da die schneearmen Winter sie immer wieder in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Wir brauchen sie aber als Winternahversorger vor allem für die Kinder“, sagte heute, Donnerstag, Tourismusreferent LR Christian Benger. Deshalb wurde in der Landesregierung erstmals ein Topf für Berginfrastruktur geschaffen, aus welchem Projekte unterstützt werden, die die einzelnen Standortorte absichern und die der Tourismusstrategie gerecht werden.


Schon im Herbst 2016 hat das Land diesen neuen Fördertopf geöffnet. Mit der Maßnahme „Berg-Infrastruktur“ sollen vor allem die kleinen Familienschigebiete in Kärnten erhalten werden. „Sie sind die Voraussetzung dafür, dass die großen Schigebiete überhaupt existieren. Denn in den kleinen Gebieten lernen die Kinder das Schifahren, bekommen Freude am Wintersport“, begründete Benger die Förderaktion. Die schneearmen Winter, die damit verbundene ausbleibende Frequenz und die steigenden Kosten durch den Schnee aus der Steckdose machen die Unterstützung notwendig. „Wir bekennen und dazu, die regionalen Schigebiete zu erhalten und zu unterstützen. Das ist eine standort- und gesellschaftspolitische Frage und eine Überlebensstrategie für die Täler und Gemeinden Kärntens“, so Benger weiter.


Auch die Gemeinde Baldramsdorf hat für ihre Liftanlage um eine Förderung angesucht. Die Liftanlage gibt es seit 1986. Betrieben wird der Lift vom Schiclub Baldramsdorf-Goldeck. Die Liftanlage ist laut Benger eines jener Beispiele in Kärnten, die vor allem den Kindern den Einstieg in den Wintersport ermöglicht. Schikurse, Wichtelrennen und Schulschitage werden am so genannten Stofenran veranstaltet. Aber auch Zipfelbobrennen von Vereinen finden dort statt.


Weil die zwei vorhandenen Schneekanonen längst nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, müssen sie erneuert werden. Eine neue Schneekanone wurde bereits angeschafft, braucht weniger Strom und kann schon bei geringen Minus-Graden eingesetzt werden. Jetzt werden noch kinderfreundliche Sunkid-Figuren aufgestellt. Außerdem soll ein Zauberteppich die kleinen Schifahrer bei ihren ersten Versuchen unterstützen. Jährlich zählt man Einnahmen von 2.500 Euro, hat aber Ausgaben in Höhe von 12.000 Euro. „Deshalb unterstützen wir die kleinen Winter-Nahversorger“, betonte Benger.


Über 31.000 Euro wurden und werden nun investiert, Über 15.000 Euro fließen aus dem Berg-Infrastruktur-Topf. Die Gemeinde selbst und die Gemeinde Spittal nehmen Geld in die Hand, um die Liftanlage zu erhalten.


14 Projekte liegen in Summe vor und mit ihnen eine Investitionssumme von fast 4,5 Millionen Euro. 474.000 Euro Förderungen fließen aus dem Berg-Infrastruktur-Topf und die jeweiligen Gemeinden, die die Projekte entsprechend den Förderrichtlinien mittragen müssen, bringen zusätzlich zum Land noch 897.000 Euro auf.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger