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Hier steht gemeinsames Lernen im Mittelpunkt

26.02.2018
LH Kaiser eröffnete Schulzentrum Polytechnische Schule und Schule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in Villach


Klagenfurt (LPD). "Diese Schule spiegelt einmal mehr, wie innovativ das Kärntner Schulsystem ist und ich danke allen an diesem großartigen Projekt Beteiligten", sagte Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Montag, bei der Eröffnung des Schulzentrums Polytechnische Schule (PTS) und Schule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im Villacher "Friedenspark". Im Rahmen der Veranstaltung wurde die neue Schule durch ein von Schülerinnen und Schülern gedrehtes Video vorgestellt. Die einzelnen PTS-Fachbereiche präsentierten sieben Schüler mit sehr viel Enthusiasmus und Begeisterung.

"Ein riesiges Kompliment an die ‚Glorreichen Sieben‘, sie haben deutlich gemacht, dass die Bezeichnung Polytechnikum diesem wichtigen Schultyp gerecht wird, der so viele unterschiedliche Bereiche im Angebot hat", hob der Landeshauptmann hervor. Die Polytechnische Schule forciere wesentliche Zukunftsvoraussetzungen, denn in der heutigen Zeit seien gut ausgebildete Facharbeiter für die Wirtschaft unverzichtbar. Natürlich sei auch eine Ausbildung mit Matura wichtig, aber das eine schließe das andere nicht aus. "Kärnten ist in Österreich führend im Bereich der Lehre mit Matura", so der Bildungsreferent.

Dieses Bildungszentrum sei ein weiteres wesentliches Projekt der Kärntner Zukunftskoalition. "Wichtig ist es aber, dass hier auch Menschen mit besonderem Förderbedarf unter einem Dach sind und das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt steht", betonte Kaiser. Besonders hingewiesen hat der Landeshauptmann auf das Mentoring-System. Dieses "Beschützen der Jugendlichen" in abwechselnder Reihe sei sehr positiv und sollte in Kärnten öfter übernommen werden. "5,2 Millionen Euro sind eine große Investition, aber eine sehr positive, da sie sehr lange gesellschaftspolitische Zinsen tragen wird", sagte der Bildungsreferent.

Villachs Bürgermeister Günther Albel freute sich, dass so viele freudestrahlende Menschen anwesend seien. "Das sind Sie zu recht, denn es geht um die Eröffnung einer Schule, die in vielerlei Hinsicht positiv und wichtig ist", so der Bürgermeister. Die Schüler würden mehr Raum bekommen, die Lehrer modernere Unterrichtsmöglichkeiten, die Architekten hätten ein Stück Villacher Schulgeschichte geschrieben und den Bau unfallfrei über die Bühne gebracht und die Eltern würden sehen, dass ihren Kindern die beste Infrastruktur für die beste Ausbildung geboten werde.

"Schule, Ausbildung und Weiterbildung sind die wichtigsten Eckpfeiler einer Stadt, daher wird dem in Villach und im Land Kärnten höchste Wertschätzung entgegengebracht", betonte Albel und verwies auf die großartige Leistung der Lehrerinnen und Lehrer. "Sie spielen als Wissensvermittler eine große Rolle und schaffen es, dass das Wissen von den Schülerinnen und Schülern auch umgesetzt werden kann.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Friedens-Volksschule. Die Segnung übernahmen Superintendent Manfred Sauer und Dechant Herbert Burgstaller. Unter den vielen Ehrengästen waren Landtagspräsident Reinhart Rohr, Nationalratsabgeordneter Peter Weidinger, Landtagsabgeordnete Sabine Schautzer, der Lehrlingsbeauftrage der Wirtschaftskammer Bernhard Plasounig, Stefan Sandrieser, Vorsitzender des Zentralausschusses für Allgemeinbildende Pflichtschulen, Pflichtschulinspektorin Landtagsabgeordnete Johanna Trodt-Limpl, Reinhold Pobaschnig, Unterabteilungsleiter in der Abteilung 3 - Wirtschaftliche Gemeindeaufsicht und Fondsmanagement. Weiters Villachs Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser und der vollständige Stadtsenat.

Die PTS Villach war in der NMS Villach-Lind untergebracht und wurde im Zuge des Gesamtkonzeptes für den Schulstandort Villach mit Beginn dieses Sommersemesters im Februar 2018 in den "Friedenspark" verlegt. Die notwendigen Umbau-, Sanierungs- und Adaptierungsarbeiten umfassten im Wesentlichen: Erneuerung der Gebäudehülle, Schaffung der barrierefreien Gebäudeerschließung, Unterbringung der fachgerechten PTS-Werkstätte und des inklusiven Unterrichts sowie brandschutztechnische Ausführungen.

Die PTS wird von Eveline Mohr geleitet. 19 Lehrer unterrichten in sechs Klassen 116 Schülerinnen und Schüler. Fachbereiche sind Metall, Bau, Elektro, Holz, Tourismus, Dienstleistungen, Handel und Büro. Die Schule öffnet den Weg in über 200 Lehrberufe sowie verschiedene weiterführende Bildungswege. Kernaufgabe ist es, junge Menschen zu einem gelingenden Übertritt in eine weiterführende Ausbildung - insbesondere die duale Berufsausbildung - hinzuführen. Integration, interkulturelle Akzeptanz und Gewaltprävention fördern ein positives Miteinander. Guter Kontakt zur Wirtschaft zeigt sich in der intensiven Zusammenarbeit mit den Firmen und den Berufsschulen im regionalen Bereich.

Orsola Caldera ist Leiterin der Sonderschule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Neun Lehrer unterrichten in drei Klassen mit 22 Schülerinnen und Schüler. An der SeF unterrichten sechs Sonderschullehrerinnen. Drei Behindertenpädagoginnen unterstützen die Lehrkräfte am Vormittag bei ihren Tätigkeiten. Die Arbeit zielt grundsätzlich auf die Förderung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder und Jugendlichen. Das pädagogische und therapeutische Angebot ermöglicht die Entwicklung und Erhaltung der sensorischen, motorischen, emotionalen, intellektuellen und sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Im Schulhaus werden noch zwei Klassen der Allgemeinen Sonderschule (Kinder mit sozial-emotionalen Problemen) in Kleinklassen von sechs und sieben Schülern unterrichtet und auf eine Lehre durch ständige Begleitung vorbereitet. Gegen Ende der Schulzeit erfolgt die Vorbereitung zur Ausbildung an einem geschützten Arbeitsplatz, die Förderung der Arbeitshaltung, der Ausdauer und des Erhaltens der gelernten Fähigkeiten .


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/Oskar Höher