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Volksschule Himmelberg wurde generalsaniert

03.03.2018
LH Kaiser betonte bei Wiedereröffnung die Wichtigkeit von Lehrräumen als Lebensräume und die Bedeutung von digitalen Kompetenzen


Klagenfurt (LPD). Mit Pauken und Trompeten startete gestern, Freitag, die Feier zur Eröffnung der Volksschule Himmelberg: Die Musikkapelle Himmelberg begrüßte die zahlreichen Ehrengäste, darunter Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Mit einer Gesamtinvestition von rund 1,6 Millionen Euro wurde die Schule barrierefrei umgebaut und generalsaniert.

"Investitionen in Kinder und Bildung sind die beste Investition", sagte der Landeshauptmann und verwies darauf, wie essentiell es sei, Schulen modern auszustatten. "Aus Lernräumen sollen Lebensräume werden. Außerdem sind neben den Grundfertigkeiten Rechnen, Lesen und Schreiben auch digitale Kompetenzen ungemein wichtig für die Schulstandorte. Ich als Landeshauptmann und Bildungsreferent des Landes stelle mich diesen Herausforderungen", betonte Kaiser. Er verwies aber auch auf die Bedeutung des Unterrichtsfaches Musik. Es sei nicht nur das Erfassen mit allen Sinnen, das Wecken von Freude und Begeisterung für Rhythmen und Klänge oder das Heben des Interesses am Erlernen eines Instruments, sondern auch das Fördern von Geselligkeit und Gemeinschaftsgefühl sowie Empathie. "Ich bin stolz auf die einzige Musikvolksschule im Bezirk Feldkirchen, die auch das Gütesiegel ‚Singende-Klingende-Schule tragen darf", sagte der Landeshauptmann und lobte das große Engagement des gesamten Lehrkörpers. Von der "Gesunden Jause" bis hin zu Platz zwei beim "Kärntner Gesundheitspreis" - die Schule mit ihren hochmotivierten Lehrerinnen und Lehrern würde sich auf jeden Parkett kreativ zeigen. Als Geschenk brachte der Landeshauptmann eine Jubiläumstorte mit, da die Schule heuer auch ihren 110. Geburtstag feiert. "Im Jahr 1908 wurde die Volksschule als Kaiser Franz Josef Schule errichtet - ich gratuliere zum großen Jubiläum", so Kaiser.

Bürgermeister Heimo Rinösl freute sich über den gelungenen Umbau. "Wir sind stolz auf diese Schule und wollen bestmögliche Bildungskonzepte für die Jugend bereitstellen." Für Volksschuldirektorin Birgit Morak sind Volksschulen das Fundament der Bildung.

Das Gebäude der VS Himmelberg wurde 1908 erbaut und im Laufe der Jahre durch zwei Zubauten in Form einer Turn- bzw. Kulturhalle, geplant von Clemens Holzmeister mit einem Email-Kunstwerk von Giselbert Hoke, einem Erweiterungsbau mit zwei Klassen sowie einem Medienraum erweitert. In der unter Denkmalschutz stehenden Schule wurde folgendes umgesetzt: Barrierefreiheit, Brandschutz, punktuelle Raumkonzeptionen sowie Erneuerung der Sanitärbereiche und der Oberflächen.

In der einzigen Musikvolksschule im Bezirk Feldkirchen werden 93 Kinder in fünf Klassen von sieben Lehrpersonen unterrichtet. Als Träger des Gütesiegels "Singende klingende Schule" wird den Schülerinnen und Schülern ein breitgefächertes Angebot im Bereich Musik ermöglicht. Nach außen hin sichtbar wird dies durch Chor- und Spielmusikauftritte, Konzerte der Orchesterklasse, Musical-Aufführungen und Feiergestaltungen.

Die Schule ist Träger der Gesundheitsplakette der KGKK und erreichte den zweiten Platz bei der Verleihung des Gesundheitspreises 2017 des Landes Kärnten mit dem Projekt "Lebenspraktische Fertigkeiten, soziale Kompetenzen und Kinderrechte". Sie ist die einzige Schule im Bezirk Feldkirchen, die bereits im Vorjahr zwei Klassen mit dem Vermerk "Digital kompetente Klasse" im Jahreszeugnis versehen hatte. Forschendes Lernen ist ein zentraler Bereich in der Schulentwicklung. Monatlich gibt es einen Projektnachmittag zu wechselnden Themen, der schulautonom im Schulforum festgelegt wurde, so beispielsweise Leseprojekte, Forschernachmittage, Sportprojekte, Musik und Kunstprojekte. Projekte gibt es auch mit der FH Feldkirchen.

Für die Umrahmung der stimmungsvollen Veranstaltung sorgten neben der Musikkapelle Himmelberg auch der Volksliederchor Himmelberg und der Schulchor. Außerdem wurde ein Theaterstück der 2a-Klasse aufgeführt. Die Segnung übernahmen die Pfarrer Reinhold Berger und Martin Müller. Unter den zahlreichen Anwesenden waren auch Elisabeth Dieringer-Granza, Vizepräsidentin des Landesschulrates (in Vertretung für LR Gernot Darmann), Erich Stampfer, Bürgermeister von Gnesau (in Vertretung für LR Christian Benger), Pflichtschulinspektorin Barbara Bergner und Dieter Rauter, Bürgermeister von St. Urban.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/Helge Bauer