News

LOKAL

Die Zecken kommen: FSME-Impfaktion des Landes startet

06.03.2018
LHStv.in Beate Prettner appelliert, von kostengünstiger Impfaktion des Landes Gebrauch zu machen - Impfung ist der einzig zuverlässige Schutz


Klagenfurt (LPD). Auch wenn noch Schnee liegt und die Temperaturen nur langsam warm laufen - nach Monaten der Ruhe werden allmählich die Zecken wieder zum Vorschein kommen. Das Risiko, eine Zecke "einzufangen", ist in Österreich besonders groß. Nicht nur Menschen, die sich berufsbedingt oder als Sportler in der freien Natur bewegen, sind gefährdet: Zecken sind genauso in der Stadt zu finden. In Kärnten ist die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME, welche bleibende Schäden hinterlassen und auch tödlich enden kann, nach wie vor heimisch.

"Bricht nach einem Zeckenbiss FSME aus, kann diese selbst nicht behandelt werden. Nur die Symptome lassen sich lindern. FSME greift die Gehirnsubstanz an und kann auch Lähmungen hervorrufen.Der einzige zuverlässige Schutz ist die Impfung. Nur so konnten in den vergangenen Jahren Tausende Erkrankungen und viele Todesfälle vermieden werden", informierte heute, Dienstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner.

Um die Bevölkerung vor den Folgen eines Zeckenbisses zu schützen, unterstützt das Land Kärnten über das Gesundheitsreferat auch heuer die FSME-Impfaktion: Um nur 27 Euro für Erwachsene und 23 Euro für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kann sich die Bevölkerung ab sofort kostengünstig impfen lassen. Versicherte der Kärntner Gebietskrankenkasse zahlen 23 Euro (Erwachsene) bzw. 19 Euro (Kinder und Jugendliche), da die Refundierung direkt zwischen dem Land Kärnten und der Kärntner GKK abgewickelt wird. Anderswo Versicherte können sich den Zuschuss bei ihrer Versicherung erstatten lassen.

Erhältlich ist die Impfung, die allen Kärntnerinnen und Kärntnern ab dem vollendeten ersten Lebensjahr (bei besonders hohem Ansteckungsrisiko ab dem siebenten Lebensmonat) empfohlen wird, in allen Gesundheitsämtern und bei den niedergelassenen Ärzten. Nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung (bestehend aus drei Teilimpfungen: erste und zweite Teilimpfung im Abstand von 1 bis 3 Monaten, dritte Teilimpfung 5 bis 12 Monate nach der zweiten Teilimpfung) ist die erste Auffrischungsimpfung drei Jahre später vorzunehmen und dann alle weiteren Impfungen in einem Fünf-Jahres-Rhythmus. Ab dem 60. Geburtstag soll dann wieder alle drei Jahre der Impfschutz erneuert werden, da im höheren Alter das Immunsystem geschwächt ist und der Impfschutz somit schneller nachlässt.

Prettner wies zudem auf folgendes "Phänomen" hin: Bereits 85 Prozent der Bevölkerung seien "irgendwann einmal" gegen FSME geimpft worden. "Doch das bedeutet nicht, dass sich diese 85 Prozent wirklich im Impfschutz befinden. Im Gegenteil: Im wissenschaftlich abgesicherten, korrekten Impfschema sind mittlerweile nur mehr 46 Prozent aller Österreicher", warnte die Referentin. Sie appellierte daher, "von den Angeboten des Landes unbedingt Gebrauch zu machen. Denn Impfschutz ist Selbstschutz."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger