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Drogenambulanz: Eine Eröffnungsfeier und viel Aufbruchsstimmung

15.03.2018
LHStv.in Prettner bezeichnet neue Drogenambulanz als immensen Qualitätssprung - AVS schnürt Netzwerk enger


Klagenfurt (LPD). "Schwere Geburten werden besonders schöne Kinder", merkte Gesundheitsreferentin Beate Prettner angesichts des langen und steinigen Weges bis zur Eröffnungsfeier und Inbetriebnahme der neuen Drogenambulanz in Klagenfurt heute, Donnerstag, launig an. Nun aber würde Kärnten über eine Drogenambulanz verfügen, die einen "immensen Qualitätssprung" darstelle, so Prettner. Die Ambulanz sei ein "Kompetenzzentrum mit großen Chancen für die Zukunft." Ebenso erleichtert und begeistert zeigten sich AVS-Geschäftsführer Klaus Harter, die medizinische Leiterin Claudia Scheiber und der Klagenfurter Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler.

Die neue Drogenambulanz bedeutet für die Drogentherapie ein "Mehr" in vielerlei Hinsicht: Die Räumlichkeiten in der St. Peterstraße 5 in Klagenfurt sind dreieinhalb mal so groß wie am alten Standort, die Behandlungsplätze wurden von 400 auf 700 ausgeweitet, die Mitarbeiterzahl kann entsprechend aufgestockt werden. "Es wurden alle Voraussetzungen geschaffen, um Suchtkranken effektiv helfen zu können", erklärte Prettner. "Die Drogenambulanz wird mit hochqualifiziertem Fachpersonal ein Dreh- und Angelpunkt für Betroffene in Kärnten sein."

Wie die Sozialreferentin informierte, fließen jährlich rund 2,1 Millionen Euro in die Suchtkoordination und Suchtprävention. "Für die Aufstockung der Therapieplätze in der neuen Drogenambulanz hat das Land zusätzlich 400.000 Euro zugeschossen", so Prettner. Kärntenweit stehen rund 1600 Süchtige in Behandlung, die Dunkelziffer beträgt ein Vielfaches. Um die Behandlungsrate zu erhöhen, werde man das Netzwerk verstärken und Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten forcieren, erklärte Claudia Scheiber.

Forciert werden soll vor allem auch die Präventionsarbeit. Das Land habe dafür mit der Kärntner Suchtstrategie bereits ein Konzept entwickelt, das mit Sensibilisierungsmaßnahmen schon in Volksschulen ansetzt. Eine Form der Prävention wäre es aber auch, das Raucher-Schutzalter von 16 auf 18 Jahre zu erhöhen, zeigte sich Prettner überzeugt und versicherte, dass Kärnten genau diesen Weg einschlagen werde. Denn: "Zigaretten sind eine Einstiegsdroge."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn