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Notärztedienst: Land um Attraktivierung und Sicherstellung bemüht

18.03.2018
LHStv.in Prettner: Lösungsorientierte Gespräche mit Ärztekammer laufen, erste Angebote bis jetzt ohne Zustimmung - EPIG GmbH mit Evaluierung beauftragt - Bund gefordert, Ausbildungsordnung zu adaptieren


Klagenfurt (LPD). Das Land Kärnten ist um eine Attraktivierung und Sicherstellung des Notärztedienstes bemüht. Wie Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Sonntag, in Reaktion auf entsprechende Medienberichte festhält, gebe es bereits laufende Gespräche mit Ärztevertretern.

"Seitens des Landes haben wir den Ärztinnen und Ärzten, was ihre Bereitschaft, Notärztedienst zu versehen, deutlich signalisiert, einen Beitrag zu einer etwas besseren finanziellen Abgeltung leisten zu wollen. Bisher gab es dafür allerdings keine Zustimmung", macht Prettner deutlich. Denn ein Grund für personelle Engpässe im Bereich des Notärztedienstes sei finanzieller Natur. Aktuell liege die Höhe der Entschädigungen für einen Notärztedienst unter der Woche bei rund 600 Euro und am Wochenende bei rund 800 Euro. Ein zweiter Grund liege tatsächlich in der geänderte Ausbildungsordnung und dem darin begründeten Wegfall des Turnusdienstes. "Hier liegt die Verantwortung eine entsprechende Lösung zu finden beim Bund. Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein führt diesbezüglich bereits Gespräche", so Prettner, die darauf hinweist, dass auch das EPIG GmbH mit einer Evaluierung beauftragt wurde.

Abschließend hält Prettner fest: "Wir haben in Kärnten den Wünschen der Ärztinnen und Ärzte entsprechend schon viele positive Maßnahmen zur Attraktivierung ihres Berufsbildes und zu ihrer Besserstellung umgesetzt. Und wir sind auch im Bereich des Notärztedienstes bemüht, unseren Teil dazu beizutragen, dass unser gut funktionierendes Versorgungssystem weiter gesichert bleibt."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schäfermeier/Böhm