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POLITIK

Rauchen: Armutszeugnis-Tag für Österreich

22.03.2018
Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner kritisiert heutigen Beschluss zur Aufhebung des Rauchverbotsgesetzes im Nationalrat scharf - Kärnten wird Schutzalter von 16 auf 18 Jahre anheben


Klagenfurt (LPD). "Unbeirrt vom Don‘t Smoke-Volksbegehren, unbeirrt vom Protest der Bevölkerung und unbeirrt aller Warnungen von Ärzten wird die Bundesregierung heute das bereits beschlossene Rauchverbotsgesetz zu Grabe tragen", kritisiert Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Damit nehme die Regierung jährlich Tausende Todesopfer in Kauf - "das macht fassungslos", so Prettner. Bekanntlich sollte österreichweit mit 1. Mai das absolute Rauchverbot in Lokalen - nach einer ohnehin mehr als großzügigen Übergangsfrist von drei Jahren - endlich umgesetzt werden.

"Das nunmehrige Aus für das Rauchverbot ist ein fatales Signal und es missachtet den Willen der Bevölkerung", sagt die Gesundheitsreferentin. Politik habe Verantwortung zu übernehmen - in diesem Fall heiße die Verantwortung, auch mitzuhelfen, die durch das Rauchen verursachten Todesfälle zu verringern. Es gebe keinen einzigen Gesundheitsexperten, der nicht bestätigen würde, dass jährlich mindestens 13.000 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen seien.

Prettner kündigt an, dass Kärnten das Raucherschutzalter von 16 auf 18 Jahre anheben werde: Bereits im Sommer des Vorjahres habe man in der Landesregierung einen entsprechenden Beschluss gefasst. Wie Prettner erklärt, werde die Anhebung des Schutzalters nunmehr zeitnahe erfolgen. Rauchen sei nämlich nicht zuletzt eine "Jugend-Krankheit": "Wer nicht schon als Kind bzw. Jugendlicher mit dem Rauchen anfängt, wird später kaum noch zum Raucher." Ebenso bedeutend sei die Tatsache, wonach bereits im Alter von 20 Jahren 80 Prozent der Raucher bereuen, dass sie überhaupt damit begonnen haben. "Viele von ihnen schaffen es dann ein Leben lang nicht mehr, von der Zigarette wieder wegzukommen", warnt die Gesundheitsreferentin. Mit der Anhebung des Schutzalters auf 18 Jahre und begleitenden Präventionsmaßnahmen würde die Politik in Kärnten einen wichtigen Schritt dazu setzen, junge Menschen für die Gefahren des Rauchens zu sensibilisieren.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm