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HCB - Landessanitätsdirektion: Fleisch und Fleischprodukte ab sofort bedenkenlos zum Verzehr freigegeben

29.03.2018
Nach Milchprodukten, Obst und Gemüse gibt es nun auch eine Entwarnung für Fleischprodukte aus dem Görtschitztal


Klagenfurt (LPD). Nach den entwarnenden Mitteilungen seitens des Umweltbundesamt (UBA) betreffend HCB-Werten im Görtschitztal, gab heute, Donnerstag, Landessanitätsdirektorin Elisabeth Oberleitner eine weitere erfreuliche Mitteilung bekannt: Ab sofort sind auch Fleisch und Fleischprodukte bedenkenlos zum Verzehr freigegeben.

Die Basis der Ernährungsempfehlung - sie richtet sich an die HCB-exponierte Görtschitztaler Bevölkerung - stellt die eigens zu diesem Zweck von der Medizinischen Universität Wien abgeleiteten Richtwerte für verschiedene Lebensmittelgruppen dar. Bei deren Einhaltung ist gewährleistet, dass die Ausscheidung von HCB die Aufnahme übersteigt. In Abhängigkeit von den jeweils vorliegenden Untersuchungsdaten wird die Ernährungsempfehlung laufend überprüft und erforderlichenfalls angepasst. Bei der beobachteten Entwicklung der HCB-Gehalte ist mit Überschreitungen der Richtwerte nur noch vereinzelt zu rechnen.

Die nun aktualisierte Ernährungsempfehlung setzt sich wie folgt zusammen: Angeraten wird generell ein mäßiger Konsum von tierischen Nahrungsmitteln. HCB ist in Spuren in jedem Lebensmittel vorhanden, jedoch in tierischen Produkten in etwas größeren Mengen.

Auf Empfehlung der Medizinischen Universität Wien sollten statt tierischen Fetten pflanzliche Öle und Fette verwendet werden. Ausgenommen sind hierbei das Kürbiskernöl und auch Kürbiskerne, welche vermehrt HCB enthalten.

Obst, Gemüse und Kräuter können unbedenklich angebaut und verzehrt werden.

Bedenkenlos können ebenso Milch und Milchprodukte aus dem Görtschitztal konsumiert werden.

Selbiges gilt ab sofort auch für Fleisch und Fleischprodukte aus lokaler Produktion.

Eine Ausnahme bildet der Bereich um die Altlast K20, Deponie Brückl: Hier wird weiterhin aus Vorsorgegründen sowohl vom Anbau pflanzlicher Lebensmittel als auch von der Nutztierhaltung abgeraten.



Rückfragehinweis: Landessanitätsdirektion
Redaktion: Michael Zeitlinger