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Pflege: Land Kärnten startet Doppeloffensive - #echte-engel und Pflegetelefon

26.04.2018
LHStv.in Beate Prettner und Direktorin Beate Wanke präsentierten Imagekampagne für Pflegemitarbeiter und neue Serviceangebote für Betroffene - tägliches Pflegetelefon
Klagenfurt (LPD). "Die Herausforderungen im Pflegebereich nehmen mit der älter werdenden Bevölkerung stetig zu: Experten sehen Gesundheit und Pflege als die am schnellsten wachsenden Zukunftsbereiche", erklärte heute LHStv.in Beate Prettner im Rahmen einer Pressekonferenz. Laut aktuellen Prognosen werde sich dieser Trend in Kärnten am markantesten auswirken: "Zum einen sind in Kärnten die Bevölkerungszahlen leicht rückläufig, zum anderen wird die Bevölkerung in unserem Bundesland stärker altern als in anderen Bundesländern. Dementsprechend werden auch die Ansprüche an die Pflege steigen." Die Politik müsse daher rechtzeitig Vorsorge treffen - "auch und vor allem, was die Zahl von bestens ausgebildeten Pflegemitarbeitern betrifft", betonte die Gesundheitsreferentin. "Der Pflegeberuf stellt eine tragende Rolle im gesamten Gesundheitssystem dar. Es handelt sich um eine Berufssparte, die schlichtweg unverzichtbar ist."

Wie Prettner informierte, habe sie in den vergangenen Monaten ein Bündel an entsprechenden Maßnahmen ausarbeiten lassen: "Maßnahmen, die für den Pflegeberuf sensibilisieren sollen und die Menschen motivieren, diesen Beruf als eine mögliche Option für ihre eigene Zukunft zu sehen", so Prettner. Konkret wird das Land mit einer Pflegeimage-Kampagne - #echte-engel - für den Pflegeberuf die Werbetrommel rühren: "Plakataktionen, Inserate und Werbespots einerseits, gezielte Informationen in Schulen und auf Berufsmessen andererseits sollen auf den Pflegeberuf aufmerksam machen." Durch die Imagekampagne sollte der Beruf der Pflege auch Männern näher gebracht werden, der gesamte Berufsstand würde eine Form der Aufwertung erfahren. Zudem würden Möglichkeiten für weitere neue und wichtige Tätigkeitsfelder geschaffen und aufgezeigt.

Wie die Direktorin der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege, Beate Wanke, erklärte, ist für heuer mit 150 Absolventen zu rechnen. Die Anmeldefrist für das neue Schuljahr laufe noch bis 11. Mai: "Wir haben zwar bereits die vorgesehenen 90 Anmeldungen in Villach und Klagenfurt erreicht, trotzdem sind weitere Anmeldungen möglich", so Wanke. Neu ist das dreistufige Ausbildungsmodell, das sich in "Pflegeassistenz", "Pflegefachassistenz" und "Gesundheits- und Krankenpflege" gliedert. "Die Schule ist kostenlos, man ist unfall- und krankenversichert und erhält ein monatliches Taschengeld", informierte die Direktorin. Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz dauert zwei Jahre. "Außerdem ist in der Folge eine Höherqualifizierung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege mit Bachelorabschluss an der FH Kärnten möglich." Infos unter www.ausbildungszentrum.ktn.gv.at Wie Wanke erklärte, soll die Zahl der Absolventen bis zum Jahr 2021 um mindestens 100 - auf rund 275 - steigen. Mithelfen soll dabei nicht zuletzt die Pflegeimagekampagne.

Von dieser Kampagne abgesehen, wird das Land Kärnten die von einem Pflegebedarf betroffenen Menschen mit zusätzlichen Serviceangeboten unterstützen. "Mit heutigem Tag geht die neue Homepage der GPS - Gesundheits-, Pflege- und Sozialservice - online. Mit einem Klick kann man sich über alle Angebote rund um Pflege informieren. Kärnten hat hier sehr viel herzuzeigen. Wir haben mittlerweile einen Umfang erreicht, der es schwer macht, den Überblick zu behalten - mit der Homepage sind nun die Inhalte des "Sozial-Navi" für die Bürger rund um die Uhr verfügbar", so Prettner. Die Internetadresse lautet: http://dev.webwerk.at/gps/

Zusätzlich wird am 14. Mai das kostenlose, tägliche Pflegetelefon in Betrieb gehen. "Fachleute des GPS stehen von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 11 Uhr für Anfragen rund um die Pflege zur Verfügung. "Pflegebedürftige Menschen, deren Angehörige und alle Personen, die mit Problemen der Pflege befasst sind, erhalten hier umfassende und kompetente Beratung", informierte die Gesundheitsreferentin. Die Nummer: 0720 788 999.

Als drittes Serviceangebot wird der "Kärntner Pflegeatlas" neu und aktualisiert aufgelegt. Der alte Pflegeatlas sei mittlerweile vergriffen, ab Anfang Juli werde das "Standardwerk der Kärntner Pflege" - es wird um die "Demenzbroschüre" erweitert - erhältlich sein. "Der Pflegeatlas ist ein wichtiger Bestandteil der laufenden Qualitätsoffensive im Pflegebereich", betonte Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Rauber
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner