News

KULTUR

Wolfgang Walkensteiner-Ausstellung im "Raum 8" eröffnet

27.04.2018
LH Kaiser bei Vernissage in Klagenfurter 8.-Mai-Straße


Klagenfurt (LPD). "die kuh, von ihrem hirten gemolken, dereinst" - unter diesem Projekttitel zeigt der Klagenfurter Künstler Wolfgang Walkensteiner circa 30 seiner Werke im "Raum 8" in der 8.-Mai-Straße der Landeshauptstadt. Zu sehen ist die Ausstellung bis 30. Mai. Zur Vernissage gestern, Donnerstag, kam auch Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. "Raum 8" ist ein leerstehender Geschäftsraum, der von Impresario Gerhard Fresacher seit über einem Jahr mit verschiedensten kulturellen Aktivitäten als OPEN ART SPACE bespielt wird.

Kaiser zeigte sich von der Ausstellung Walkensteiners beeindruckt, die vielfältig zum Reflektieren und Nachdenken anrege. Er dankte auch der Initiative rund um Gerhard Fresacher für die Belebung dieses Innenstadtraumes mit Kunst und Kultur. "Kärntens Kunst und Kulturschaffende sind Teil der Kärntner DNA. Sie zu unterstützen sowie das Bewusstsein in der Bevölkerung für ihre Bedeutung für unser Bundesland zu stärken, ist mir wichtig", so Kaiser.

Wie Walkensteiner erklärt, nahm er für sein Projekt den 100. Geburtstag des Werkes "FOUNTAIN" (1917) von Marcel Duchamp zum Anlass, um über die schlichtweg nicht nachvollziehbare Entstehung eines Kunstwerks mittels Kunstwerken zu reflektieren. Die "FOUNTAIN" ist ein auf den Kopf gestelltes Urinal. Als es Duchamp vor nunmehr 101 Jahren als Skulptur präsentierte, provozierte er einen entsprechenden Skandal. Der Titel der Ausstellung ist dem Hauptwerk Duchamps, "Die Braut, von ihren Junggesellen nackt entblößt, sogar", nachempfunden.

Walkensteiner hat 2017 anlässlich seines ersten New York-Aufenthaltes eine Geschichte geschrieben, in der er Duchamp, Giaco (Alberto Giacometti), Bergmax (der Münchner Max Bergmann war ein Freund Duchamps und berüchtigter expressionistischer Maler von Kühen) sowie Peggy (Guggenheim) über die Kunst philosophieren lässt. "Hart zusammengefasst kann man sagen, dass die Forderung der Kunst, sich selbst zu genügen, also eigentlich nutzlos, aber keinesfalls sinnlos zu erscheinen, von Duchamp vollkommen erfüllt wurde", so Walkensteiner - und er verweist auf die Behauptung, "dass das Nutzlose in einer Zeit, die die Lüge zur Wahrheit erklärt, längst vom Sinnlosen ersetzt wurde". "Dem will diese Ausstellung entgegenarbeiten, dort sei die Widerständigkeit ihre einzige Aufgabe", betont der Künstler.

Infos unter www.walkensteiner.at bzw. www.dark-city.at/raum8



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress