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Nichtraucherschutz: 1. Mai 2018 ist gesundheitspolitisch ein Tag der Trauer

29.04.2018
LHStv.in Prettner weist auf besorgniserregendes OECD-Ranking hin: In keinem anderen Land rauchen so viele 15-Jährige wie in Österreich - Initiative für freiwillige no-smoke-Lokale angekündigt


Klagenfurt (LPD). "Der diesjährige 1. Mai muss aus gesundheitspolitischer Sicht Trauer tragen", sagt Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Sonntag und verweist auf das von der Bundesregierung gekippte Rauchverbot in Lokalen. Bekanntlich hätte dieses Gesetz mit 1. Mai in Kraft treten sollen.

"Zuletzt hat der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, er ist selbst Arzt, an die Regierung appelliert, ihre Abkehr vom Rauchverbot in der Gastronomie noch einmal zu überdenken. Wörtlich hat er vor zusätzlichen Todesfällen gewarnt. Doch seine Warnung ist ebenso verhallt wie der breite Aufstand der Bevölkerung", bedauert Prettner. "Die Bundesregierung hat die Gesundheit unserer Jugend geopfert."

Die Gesundheitsreferentin hofft nun, dass Gastronomen ihre Betriebe freiwillig zu Nichtraucher-Lokalen erklären. "Es gibt bereits einige Vorbilder und es wäre zu wünschen, wenn ihnen viele andere folgen würden." In diesem Zusammenhang kündigt Prettner an, bis zum Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai eine Initiative präsentieren zu wollen, die diese freiwilligen no-smoke-Lokale seitens des Landes unterstützen wird. "Zusammen sind wir stärker. Je mehr Gastronomiebetriebe wir ins Nichtraucher-Boot holen, desto mehr tragen wir zur Gesundheit unserer Bevölkerung, vor allem der Jugend, bei", ist Prettner überzeugt.

Laut aktuellem OECD-Ranking ist es um die Gesundheit der österreichischen Jugend - im internationalen Ländervergleich - schlecht bestellt: Platz 27 von 30. "Die Zahlen sind besorgniserregend: In Österreich rauchen bereits 27 Prozent der 15-Jährigen, das ist OECD-Rekord", warnt Prettner. Zumindest werde mit dem bundesweiten Jugendschutzgesetz, auf das sich die Landesjugendreferenten geeinigt haben, das Raucherschutzalter ab 1. Jänner 2019 von 16 auf 18 Jahre angehoben. "Begleitend dazu müssen die Präventions- und Sensibilisierungsmaßnahmen verstärkt werden", erklärt Prettner. Sie erinnert die Bundesregierung daran, zu ihrer Zusage zu stehen - und diese Maßnahmen finanziell mitzutragen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Sternig