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Möllbrücke wird hochwassersicher

30.04.2018
LR Fellner - Investitionen von vier Millionen Euro erhöhen Schutz und Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung


Klagenfurt (LPD). "Wir haben gesehen, dass im Bereich von Möllbrücke (Gemeinde Lurnfeld) ein großer schutzwasserwirtschaftlicher Handlungsbedarf gegeben ist. Insbesondere die Neubearbeitung des Gefahrenzonenplanes hat gezeigt, dass bei extremen Hochwasserereignissen viele Objekte - überwiegend Wohn- und Nebengebäude sowie mehrere Gewerbebetriebe - vom Hochwasser betroffen sind. Darüber hinaus werden bei solchen Ereignissen infrastrukturelle Einrichtungen wie etwa die Mölltal-Bundesstraße und mehrere Gemeindestraßen überschwemmt und dadurch unpassierbar", so Landesrat Daniel Fellner anlässlich des heutigen Spatenstichs für die Errichtung des Hochwasserschutzes an der Möll in Möllbrücke.

"Die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Möll bringen einen Mehrfachnutzen für die Gemeinden des gesamten Mölltales. Neben der Sicherung des Hochwasserschutzes für Objekte und Infrastruktureinrichtungen werden auch die dynamische Gewässerstabilität verbessert und die Lebensräume für Mensch und Natur deutlich aufgewertet. Insgesamt werden nahezu vier Millionen Euro investiert, fast die Hälfte davon übernimmt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus" stellt Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger zum offiziellen Start des Projektes erfreut fest.

Hauptsächlich wird natürlich der Hochwasserschutz für Objekte und Infrastruktureinrichtungen wesentlich verbessert, gleichzeitig aber auch eine dynamische Gewässerstabilität erreicht und die Lebensräume für Mensch und Natur deutlich aufgewertet.

Nach den Hochwasserkatastrophen in den Jahren 1965/66 wurden in diesem Bereich bereits umfangreiche Regulierungsmaßnahmen durchgeführt. Die ursprünglichen, der damaligen Planung zu Grunde gelegten Randbedingungen, entsprechen nicht mehr den aktuellen Verhältnissen, wodurch der vorhandene Ausbaugrad bei Weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.

Durch die Errichtung des neuen Hochwasserschutzes wird insgesamt eine Fläche von zirka 52,5 Hektar nachhaltig vor den Gefahren eines Hochwassers durch die Möll geschützt. Geschützt werden dabei insgesamt 347 Gebäude - davon 180 Wohngebäude, 20 Gewerbebetriebe, acht öffentliche Einrichtungen und 139 Nebengebäude.

"Im Falle eines extremen Hochwassers wären rund 700 Einwohner im Ortsbereich von Möllbrücke und zusätzlich 150 Beschäftigte betroffen. Durch die erhöhte Hochwassersicherheit wird also die Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung positiv beeinflusst", betont Fellner.

"Darüber hinaus ist auch von positiven Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft der Region auszugehen, da grundsätzlich die Stimmung und Investitionsbereitschaft der Unternehmer durch Schutzmaßnahmen begünstigt wird. Es gibt künftig keine Nutzungseinschränkungen der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur, wodurch die Standortsicherung der ansässigen Betriebe gewährleistet ist", ergänzt Fellner.

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt in drei Bauabschnitten, wobei mit dem ersten Bauabschnitt bereits im Mai 2018 begonnen wird. Bis 2020 wird gearbeitet, dann soll das Projekt fertig gestellt sein.




Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Pratsch/Rauber
Fotohinweis: Büro LR Fellner