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Regierungssitzung 4 - Arbeitsrechtliche Verbesserung für rund 7.000 Kärntner Landarbeiter

08.05.2018
LR Gruber: Kündigungsschutz und Anspruch auf Entgeltfortzahlung werden ausgeweitet


Klagenfurt (LPD). Rund 7.000 Menschen zählen in Kärnten zur Berufsgruppe der "Landarbeiter". Darunter versteht man nicht nur den klassischen Beschäftigten am Bauernhof, sondern alle Arbeiter und Angestellte, die auf land- und forstwirtschaftlichem Gebiet tätig sind. Ein Berufsstand, der wichtige gesellschaftliche Leistungen erbringt und das "unter großem körperlichen Einsatz und teils unter schwierigen Bedingungen" wie Agrarreferent Landesrat Martin Gruber betont. Durch die neue Referatseinteilung in der Kärntner Landesregierung wanderte die Zuständigkeit für die Kärntner Landarbeiter in das Agrarressort von Martin Gruber.

Heute, Dienstag, wurde in der Sitzung der Kärntner Landesregierung eine Regierungsvorlage beschlossen, mit welcher die Landarbeitsordnung novelliert und an bundesrechtliche Vorgaben angepasst werden soll. "Es werden zentrale arbeitsrechtliche Verbesserungen für den gesamten Berufsstand eingeführt", hob Gruber im Pressefoyer hervor. Land- und Forstarbeiter erhalten mit dieser Novelle einen besseren Kündigungsschutz sowie längere Kündigungsfristen auf der einen Seite und werden andererseits in Zukunft früher und länger Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheits- oder Unglücksfall erhalten.

"Es geht hier um eine Berufsgruppe, die ganz real und täglich mit den Risiken eines Arbeitsunfalls und eines dadurch erzwungen Krankenstands konfrontiert ist", betonte Gruber. Diese Anpassung an bundesgesetzliche Vorlagen ist für ihn daher auch "ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Leistungen, die die Landarbeiter für die Gesellschaft erbringen."

Begrüßt wird die Landarbeiter-Novelle auch vom Präsidenten der Landarbeiterkammer Harald Sucher. "Es freut mich sehr, dass gleich die erste gemeinsame Maßnahme mit dem erstmals für uns zuständigen Agrarreferenten spürbare Verbesserungen für die Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft bringt", so Sucher.

Die in der Regierungssitzung beschlossene Regierungsvorlage wird nun an den zuständigen Ausschuss im Kärntner Landtag weitergeleitet und sollte planmäßig noch vor der Sommerpause vom Landtag beschlossen werden.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Zeitlinger