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Landtag: Aktuelle Stunde thematisierte die Gedenkkultur

09.05.2018
LH Kaiser: Gedenkkultur hat sich in Kärnten weiterentwickelt - Breites Spektrum an Feierlichkeiten im Jahr 2020


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der Aktuellen Stunde in der Landtagssitzung heute, Mittwoch, wurde das Thema "Gedenkkultur" erörtert. Im Rahmen der sehr sachlichen und fairen Debatte wurden von den einzelnen Rednerinnen und Rednern die verschiedensten Perspektiven der Gedenkkultur hervorgehoben.

Seitens des Regierungskollegiums nahm Landeshauptmann Peter Kaiser zum Thema Stellung. "Die Gedenkkultur hat sich seit geraumer Zeit in Kärnten weiterentwickelt. Sie soll zum Nachdenken, zum Dialog, Polylog und zu Gesprächen führen und sich so weiterentwickeln dass daraus etwas Positives entsteht", stellte Kaiser am Beginn seiner Ausführungen fest. Das Ziel jeder Gedenkkultur müsse es daher sein, Trennendes zusammenzuführen, zu versöhnen und zu verbinden um aus den Lehren der Vergangenheit die Zukunft gestalten können.

In diesem Sinne werde man auch die Aufgabenstellung für die Landesfeiern im Jahr 2020 bewerkstelligen "Dazu bedarf es eines partizipativen Zuganges, an dem mitgestaltet werden kann. "Nicht nur eine Veranstaltung, sondern das gesamte Jahr 2020, muss im Kontext der vergangenen und der kommenden Jahre, gedacht und entwickelt werden", so Kaiser. Daher werde es auch ein breites Spektrum an Feierlichkeiten geben, denen eines gemein sein sollte: "Das Bemühen die Gemeinsamkeit in diesem Land auch weiterhin darzustellen, nicht nur nach Innen wirkend, sondern auch mit Lehren aus der Vergangenheit und damit weit über die Grenzen des Bundeslandes, der Republik und des Kontinents zu wirken", stellte der Landeshauptmann fest. Dass solche Zeichen des öffentlichen Lebens, eines Bundeslandes wichtig seien, werde jedem erst dann richtig bewusst, wenn man die derzeitigen weltpolitischen Nachrichten höre.

Der Landeshauptmann nahm nicht nur zur Volksabstimmung, die sich 2020 zum 100. Mal jährt, sondern auch zum Abwehrkampf und zum politischen Wandel 1918 bis 1920, zum Ende des zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren und zum EU-Beitritt Österreichs vor 25 Jahren Stellung und meinte: "Geschichte kann nur verstanden werden, wenn man das Progressive, das Fortschreitende versteht und erkennt."

Sein abschließender Appell an die Abgeordneten lautete: "Wenn man das Gedenk- und Jubiläumsjahr nutzen will, muss unser aller gemeinsames Ziel lauten Friede und friedliches Zusammenleben. Das ist die gemeinsame Klammer für das Gedenkjahr 2020."



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger