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Tag der Pflege: Kärnten startet "direkten Draht zur Pflege"

11.05.2018
LHStv.in Beate Prettner - Kärntner Pflegetelefon unter der Nummer 0720 788 999 hilft bei allen Fragen rund um die Pflege. Zahl der Über-75-Jährigen steigt in Kärnten bis 2030 um 35 Prozent


Klagenfurt (LPD). Den "Internationalen Tag der Pflege" am morgigen 12. Mai nimmt Gesundheitsreferentin Beate Prettner zum Anlass, um all jenen Pflegekräften und pflegenden Angehörigen zu danken, die tagtäglich unschätzbare Arbeit leisten. "Die Qualität der Pflegebetreuung steht und fällt mit dem Engagement und dem Idealismus sowohl des Pflegepersonals wie der Tausenden pflegenden Angehörigen - Ihnen gilt mein herzlicher Dank."

Die Zahl der Menschen, die älter als 75 Jahre sind, wird in Kärnten bis 2030 auf 13,3 Prozent steigen. Dies bedeute ein Plus von 35 Prozent. Gleichzeitig steigt die Zahl der Pflegegeldbezieher um 22 Prozent von 6,3 auf 7,7 Prozent. "Die Steigerung passiert also in einem geringeren Ausmaß, weil mehr Menschen gesund älter werden", so Prettner. Rund 27.500 Pflegegeldbezieher werden aktuell von Angehörigen betreut, 70 Prozent von ihnen nehmen zusätzliche Pflegangebote in Anspruch.

"Kärnten verfügt über ein breitgefächertes Pflegeangebot, auch die Unterstützungsmaßnahmen für pflegende Angehörige werden kontinuierlich ausgebaut", sagt Prettner. Über diese Angebote - und über alles Wissenswerte rund um das Thema Pflege - wird ab 14. Mai das neue Pflegetelefon informieren. "Mit diesem direkten Draht setzen wir neue Maßstäbe. Von Montag bis Freitag stehen Betroffenen und deren Angehörigen jeweils von 10 bis 11 Uhr Experten der GPS-Stellen für Auskünfte und Hilfestellungen zur Verfügung", ist Prettner stolz auf das "Vorzeigemodell Kärnten". Die Nummer: 0720 788 999.

"Die Zukunft der Pflege muss mehr denn je bei der Prävention ansetzen", ist die Gesundheitsreferentin überzeugt. "Je früher man die Menschen erreicht, desto mehr kann man steuern und desto maßgeschneiderter kann das Angebot für die Betroffenen sein." Dieses maßgeschneiderte Angebot sei nicht nur für den Einzelnen besser, sondern würde auch den Anstieg der Pflegeausgaben in gewissen Grenzen halten. Wie Experten ausgeführt haben, wäre ansonsten mit einer Verdoppelung der Pflegekosten bis 2030 zu rechnen.

Laut Prettner würde die Pflege-Nahversorgung in der neuen Legislaturperiode Schritt für Schritt umgesetzt werden. Damit einher gingen unter anderem der Ausbau der mobilen Dienste, die Aufstockung des betreubaren Wohnens und die Forcierung von wohnortnahen Tagesbetreuungen mit Hol- und Bringdiensten.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Rauber