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Radweg Lieserschlucht wird umgesetzt

12.05.2018
LR Gruber - Planungsarbeiten für wichtigen Lückenschluss zwischen Seeboden und Spittal werden noch heuer abgeschlossen. Baubeginn Mitte 2019


Klagenfurt (LPD). Nach über 10 Jahren der Diskussionen über den Bau des Radwegs durch die Lieserschlucht werden nun endlich die Weichen gestellt für die Realisierung des von Tourismus und den beiden Gemeinden lange gewünschten Projekts. "Der Lückenschluss zwischen Spittal und Seeboden ist sicher eines der zentralen Radwege-Projekte, die ich in dieser Regierungsperiode umsetzen will", betont der neue zuständige Referent für Straßen- und Radwegebau Martin Gruber. 2018 werden die notwendigen Planungen abgeschlossen sein, Mitte 2019 will man mit dem tatsächlichen Bau beginnen.

Derzeit werden noch "technische Hausaufgaben" erledigt, erläutert Gruber die nächsten Maßnahmen: Die Radwegsführung im Bereich der Lieserbrücke ist noch nicht geklärt - eine Studie ist aber bereits in Ausarbeitung. Auf einer Länge von circa einem Kilometer soll außerdem die bestehende Straße durch eine so genannte Kragplatte verbreitert werden. Sie soll über die Stützmauer zur Lieser hinausragen, sodass der Radweg auf der Platte und über der Lieser entlangführt. Die technische Umsetzung dieser Lösung wird derzeit von Verkehrsplanern überprüft.

In einem nächsten Schritt wird dann vom Land Kärnten der Auftrag für die Gesamt-Radwegplanung ausgeschrieben und in einem zweistufigen Auswahlverfahren vergeben. Nach Abschluss der notwendigen Materienverfahren, also naturschutz- und wasserrechtlicher Genehmigungen durch die zuständigen Behörden, kann daraufhin mit dem Bau begonnen werden. "Es ist ein komplexes 3,6 Millionen Euro-Projekt", ersucht LR Gruber die betroffene Bevölkerung noch um Geduld, betont aber "wir tun alles, um den Zeitplan einzuhalten und 2019 mit den Bauarbeiten beginnen zu können."

Die Gesamtfinanzierung des Radwegs ist bereits geklärt, die Vereinbarungen zwischen Land Kärnten und den Gemeinden Seeboden und Spittal liegen am Tisch. Die geschätzten Kosten von rund 3,6 Millionen Euro werden zu zwei Dritteln (2,4 Mio. Euro) vom Straßenbaureferat des Landes Kärnten getragen, ein Drittel müssen die beiden Gemeinden aufbringen.

"Mit diesem Lückenschluss zwischen Spittal und Seeboden schaffen wir eine Anbindung der ganzen Region Millstätter See an den Drauradweg", hebt Gruber auch die regional-touristische Bedeutung des Projekts hervor. Die Anbindung der großen Kärntner Seen an den Drauradweg sei ein vorrangiges Ziel in der Radwege-Projektierung des Landes, so Gruber. Das mache den Radtourismus attraktiver und verbessere die Erreichbarkeit von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, wovon auch die regionale Wirtschaft profitiere. Das Wichtigste, so Gruber, sei aber, dass mit dem Radweg durch die Lieserschlucht vor allem die Sicherheit der Rad-Pendler und Alltagsradler zwischen den beiden Gemeinden erhöht werde.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Rauber
Fotohinweis: Büro LR Gruber