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Regierungssitzung 3 - Wolfsfreie Zonen sollen traditionelle Weide- und Almwirtschaft sichern

22.05.2018
LR Gruber: Petition der Landwirtschaftskammer fordert Herabsetzung des Schutzstatus und Haftungsübernahme von Schäden an landwirtschaftlichen Nutztieren


Klagenfurt (LPD). Im Anschluss an die Regierungssitzung heute, Dienstag, berichtete Agrarreferent LR Martin Gruber über die Petition der Landwirtschaftskammer und anderer bäuerlicher Institutionen im Zusammenhang mit der Rückkehr von Großraubwild, wie insbesondere dem Wolf, in die Kärntner Kulturlandschaft.

Die Petition fordert unter anderem die Herabsetzung des Schutzsstatus sowie die Haftungsübernahme von Schäden an landwirtschaftlichen Nutztieren durch das Land, erklärte Gruber: "Das Aufkommen von Wolfspopulationen in Salzburg zeigt uns, dass wir auf diese möglichen Entwicklungen vorbereitet sein müssen". Getreu dem Motto "Damit nicht etwas passieren muss, bevor etwas passiert" sei es jetzt wichtig, entsprechende Maßnahmen zu setzen. In der nächsten Agrarreferenten-Konferenz stehe der Umgang mit dem Wolf auf der Tagesordnung um entsprechende Maßnahmen bundesländerübergreifend beraten zu können, informierte Gruber.

Wolfsfreie Zonen, insbesondere ein wolfsfreier Alpenraum, würden die traditionelle Weide- und Almwirtschaft mit herkömmlichen Methoden sichern. Wachsende Wolfspopulationen hätten direkte Auswirkungen auf das wirtschaftliche Leben der Almbäuerinnen und Almbauern, die mit ihrer Arbeit wesentlich zur Kulturlandschaft Kärnten beitragen würden, so Gruber. Unverhältnismäßig aufwändige Herdenschutzmaßnahmen seien mit solchen Zonen nicht notwendig. Zur Abgeltung von Schäden durch die öffentliche Hand solle zudem eine gesetzliche Regelung mittels eines Fonds festgelegt werden, die sich derzeit in Ausarbeitung befinde, so Gruber.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Rauber