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Feierliches "Ich gelobe" in Bad Bleiberg

26.05.2018
LH Kaiser bei Angelobung von 450 Rekrutinnen und Rekruten des Bundesheeres - Politik muss für notwendige Rahmenbedingungen sorgen, damit qualitätsvolle Arbeit geleistet werden kann


Klagenfurt (LPD). Ein lautes "Ich gelobe" schallte gestern, Freitag, durch das Fußballstadion "3 Lärchen" in der Marktgemeinde Bad Bleiberg. Angelobt wurden insgesamt rund 450 Rekrutinnen und Rekruten, die im April und Mai 2018 bei den Kärntner, Osttiroler und Salzburger Verbänden eingerückt sind. In den Ansprachen wurden die Wichtigkeit und Notwendigkeit des Bundesheeres deutlich hervorgestrichen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Militärkommando Kärnten und der 7. Jägerbrigade in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Bad Bleiberg.

"Wir leben in einer Welt, in der alle behaupten, dass sie sich Frieden wünschen, doch die Realität zeigt etwas anderes: nämlich, dass Begriffe wie Drohung, Waffengewalt oder Krieg allzu leichtfertig gebraucht werden", sagte Landeshauptmann Peter Kaiser in seiner Ansprache. Angesichts von 450 heute Anzugelobenden seien notwendiges Einsatzgerät, perfekte Strukturen und ein professioneller Grad an Ausbildung wichtig, damit qualitätsvolle Arbeit geleistet werden könne. "Dazu hat sich die Politik zu verpflichten", forderte der Landeshauptmann. Kaiser betonte, die Rekrutinnen und Rekruten müssten sich bewusst sein, dass sie solange sie ihre Uniform tragen würden, das Aushängeschild der Republik Österreich seien. "Ich bin unheimlich stolz auf das, was sie für uns, unser Heimatland und die Menschen in Österreich tun", wandte sich der Landeshauptmann an die angetretenen Rekrutinnen und Rekruten. "Es lebe unsere Heimat Kärnten und die Republik Österreich in einem friedlichen Europa auf einem friedlichen Globus", so Kaiser.

"Ich danke Ihnen für die richtige Entscheidung, Dienst für das Vaterland zu leisten, Es wird nicht immer leicht sein, aber wir brauchen sie", sagte der Kommandant der 7. Jägerbrigade Oberst Bernhard Köffel. Mit dem Treuegelöbnis würden die Rekrutinnen und Rekruten einen Vertrag mit der Republik Österreich eingehen. Das Gelöbnis sei keine Worthülse und kein Lippenbekenntnis, sondern ein Versprechen, alle Aufgaben für das Vaterland zu erfüllen.

Bad Bleibergs Bürgermeister Christian Hecher betonte ebenfalls, dass Österreich auch in Zukunft ein gut ausgebildetes und modern ausgerüstetes Heer brauche. "Das Österreichische Bundesheer ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft und übernimmt Aufgaben, die von der Gesellschaft gewollt sind", sagte der Bürgermeister und verwies auf bedeutende Ereignisse der Vergangenheit wie beispielsweise die Murenkatastrophe in Afritz. Auch der verheerende Waldbrand am Erzberg in Bad Bleiberg im Jahr 2003 habe nur mit Hilfe des Bundesheeres eingedämmt werden können. "Das Bundesheer gibt der Bevölkerung Schutz und Sicherheit", betonte Hecher.

Die Angelobung ist ein offizieller Akt, bei dem die Rekrutinnen und Rekruten ihr ganz persönliches Versprechen auf die Republik Österreich und auf die Demokratie ablegen. Die rund 450 Soldatinnen und Soldaten kommen vom Pionierbataillon 1 aus der Rohr- und Hensel-Kaserne, vom Stabsbataillon 7 aus der Windisch-Kaserne, vom Jägerbataillon 26 aus der Türk-Kaserne, vom Führungsunterstützungsbataillon 1 aus der Lutschounig-Kaserne , vom Jägerbataillon 24 aus der Haspinger-Kaserne (Lienz/Osttirol), vom Jägerbataillon 8 aus der Strucker-Kaserne (Tamsweg/Salzburg) sowie von der Stabskompanie und dem Dienstbetrieb des Militärkommandos Kärnten aus der Khevenhüller- und Hensel-Kaserne.

Mitgestaltet wurde die Veranstaltung von Einsatzorganisationen sowie Trachtengruppen und Traditionsverbänden. Die Begrüßung übernahm Oberstleutnant Hansjörg Scherleitner, stellvertretender Kommandant des Pionierbataillons 1, für die Moderation zuständig war Vizeleutnant Franz Brunner vom Militärkommando Kärnten. Er begrüßte die zahlreichen Ehrengäste aus u.a. Kirche, Politik, Verwaltung, Bundesheer, Einsatzorganisationen und öffentlichem Leben. Anwesend waren Landesrätin Sara Schaar, Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Bundesrat Josef Ofner, die Landtagsabgeordneten Gernot Darmann und Elisabeth Dieringer-Granza. Weiters der stellvertretende Militärkommandant Erhard Eder, Domdekan Michael Kristof sowie die Bürgermeister Maximilian Linder (Afritz), Erich Kessler (Arnoldstein) und Alfred Altersberger (Nötsch). Worte der Besinnung sprachen die Militärpfarrer Militärdekan Emmanuel Longin, Militärkurat Johannes Hülser und Imam Abdulmedzid Sijamhodcic. Kommandant der ausgerückten Truppe war Oberst Volkmar Ertl, die Gelöbnisformel verlas Oberst Köffel. Die Militärmusik Kärnten unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberstleutnant Dietmar Pranter und die Volksschule Bad Bleiberg sorgten für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.

Vor der Angelobung gab es eine Totenehrung bei der Aufbahrungshalle in Bleiberg-Kreuth und im Anschluss luden der Bürgermeister sowie der Brigadekommandant zu einem Empfang in das Knappenhaus der Marktgemeinde Bad Bleiberg.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Schaar
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/Günther Steinacher