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KULTUR

Humbert-Fink Preis an Gustav Januš verliehen

27.05.2018
LH Kaiser zollte ausgezeichnetem Dichter Respekt - Wissen auch weiterzugeben ist wichtig für die Zukunft des Landes


Klagenfurt (LPD). Er geht an Autoren deutscher und slowenischer Sprache, die aus Kärnten stammen und sich durch ihr literarisches Engagement in der Kärntner und überregionalen Literaturlandschaft einen Namen gemacht haben. Der alle zwei Jahre verliehene und mit 12.000 Euro dotierte Humbert-Fink Preis wurde heute, Sonntag, in Anwesenheit von Kulturreferent LH Peter Kaiser im Klagenfurter Musilhaus an den slowenischen Dichter Gustav Januš verliehen.

Zum Preis herzlich gratulierte auch der Kulturreferent. Er erinnere sich daran Januš auch als Pädagogen bereits ausgezeichnet zu haben. "Es ist entscheidend für unsere Zukunft, wenn Menschen wie er sein Wissen auch an die Jugend weitergeben", so Kaiser. Seine Persönlichkeit zeichne besonders seine Zurückhaltung aus, meinte der Landeshauptmann.

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz betonte, dass ihr die Förderung der Kärntner Künstler besonders am Herzen liege. Das sei auch der Hintergrund dafür gewesen, diesen Preis im Jahr 2014 erstmals zu verleihen.

Januš ist als Dichter und Maler Autodidakt. Er schreibt in freien Versen und stellt, zum Teil satirisch, die Realität des Landes Kärnten dar. Bis 1981 veröffentlichte Januš einen Großteil seiner Texte in der Zeitschrift "mladje", bei der er ab 1961 ständiger Mitarbeiter war, zunächst unter dem Pseudonym "Fran Korojan". Von 1972 bis 1981 war er Redakteur des Lyrikteils. Er hat mehrere Bücher mit Gedichten veröffentlicht, von denen zahlreiche durch seinen Freund Peter Handke ins Deutsche übersetzt wurden. Durch die prominente Übersetzung von Handke und die darauf folgenden Bücher vom Residenz-Verlag, wurde Januš rasch über Österreich hinaus bekannt und anerkannt. Handke bezeichnete Januš als das einzige lebende Genie. Sein zweites künstlerisches Ich ist der Maler Gustav Januš. Seine Werke werden seit 1969 in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland ausgestellt.
Jurorin Cvetka Lipuš zum Preisträger: "In einer Zeit der virtuellen Übersättigung öffnen Januš Gedichte den Blick für die Landschaft, für deren Farben. Sie werden zum Zufluchtsort für die Sprache, die trotz schwarzer Flächen beharrlich die Helligkeit findet." Juror Josef Winkler betonte: "Januš ist neben Florjan Lipuš und Maja Haderlap einer der renommiertesten und beständigsten Autoren der slowenischen Volksgruppe in Kärnten."



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/ Just