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Kärntner Filmförderung ist Wirtschaftsfaktor

30.05.2018
LH Kaiser, LR Zafoschnig beim Treff der Filmbranche - klares Bekenntnis zu wachsender Filmszene in Kärnten - Fördersumme des Landes wird durch Filmschaffende vervierfacht - Kaiser für Mehrjahresverträge in der Kultur


Klagenfurt (LPD). Zweimal im Jahr laden die Carinthia Film Commission und die Wirtschaftskammer/Filmwirtschaft zum Branchentreff, bei dem gestern, Dienstag, nicht nur vom Kameramann bis zum Produzenten alle Filmschaffenden, sondern auch die Geschäftsführer der österreichischen Film-Förderinstitute vertreten sind.

LH Peter Kaiser begrüßte erstmals in seiner Funktion als Kulturreferent des Landes die Kärntner Filmszene, die sich seit der Wiedereinführung der Filmförderung 2015 etabliert hat und laufend wächst.

"Es ist nicht zuletzt der Beharrlichkeit unseres Filmproduzenten Klaus Graf zu verdanken, dass sich das Bewusstsein für eine Filmszene in Kärnten wieder eingestellt hat. Es hat ein mind change stattgefunden, der für Kärnten neue Chancen bedeutet", fasst Kaiser die Entwicklungen der letzten drei Jahre zusammen. Die Produktionen vermitteln laut Kaiser nicht nur die besonderen Eigenarten unseres Landes, sondern bewerben unweigerlich auch den Standort.

Kaiser legte gestern ein klares Bekenntnis zur Filmwirtschaft ab, indem er, angesprochen auf die Filmförderung, erklärte, dass er als Kulturreferent des Landes für Planungssicherheit stehe. "Dazu gehört die Mehrjährigkeit bei Förderverträgen für Kunst und Kultur und dazu zähle ich selbstverständlich auch die Filmschaffenden", betonte Kaiser.

"Kärntens Filmemacher genießen österreichweit Anerkennung für die Qualität und Innovationen ihres filmischen Schaffens. Dieses hohe Image stellen sie eindrucksvoll unter Beweis. Sie sind Imagebotschafter des Landes und sorgen dafür, dass die touristische Visitenkarte unseres Landes auf den Fernsehschirmen und Leinwänden der ganzen Welt zu sehen ist", strich der neue Tourismusreferent, Ulrich Zafoschnig, beim Branchentreff hervor.

70 Projekte wurden seit der Gründung der Carinthia Film Commission (CFC) als Anlaufstelle und Förderabwickler für Filmschaffende umgesetzt, 710.000 Euro flossen als Unterstützung von Seiten des Landes, zwei Drittel aus dem Kulturreferat, ein Drittel aus dem Tourismusreferat.

Dass sich die Filmszene und mittlerweile zum Wertschöpfungsfaktor entwickelt, belegen die Zahlen. Die Filmschaffenden vervierfachen jeden eingesetzten Fördereuro. Der direkte Effekt für Kärnten, also die tatsächlichen Ausgaben während der Dreharbeiten in Kärnten, belaufen sich auf 2,8 Mio. Euro, der Image-Effekt wird mit mehr als 15 Mio. Euro beziffert. Der Werbewert für Dokumentationen wurde eigens errechnet. Sechs Dokumentationen mit einem Förderbeitrag des Lands in Höhe von 101.000 Euro haben einen Werbewert von 1,349 Mio. Euro für Kärnten erwirkt.
"Besser können Förderungen und Investitionen nicht getätigt werden. Jeder Euro, der seitens des Tourismusreferates ausgegeben wurde, kam Kärnten vierfach zu Gute", so Zafoschnig.

Die seit 2015 gegründete Carinthia Film Commission hat sich als Anlaufstelle für Filmschaffende aus Österreich und den Nachbarländern etabliert.
"Wir haben eine Szene ins Leben gerufen. Kärnten profitiert nicht nur als Drehort sondern auch von den kreativen Köpfen, die hier tätig sind", ist Produzent Klaus Graf überzeugt.
Zu den erfolgreichen TV- bzw. Kinoproduktionen in Kärnten gehören diverse UNIVERSUM Folgen, Dokumentationen, Kinoproduktionen wie Harri Pinter-Drecksau, Erik & Erika, Der Mann aus dem Eis, Ein sicherer Ort und viele weitere", fasst Andrea Leitner von der CFC zusammen. Die CFC ist bei der Kärnten Werbung angesiedelt.

Bezahlt machen sich damit die Vorgaben durch die Förderrichtlinien. Denn jedes Projekt, das bei der CFC eingereicht wird und eine Förderung erhält, muss einen Kärnten-Bezug vorweisen und müssen die Ausgaben für einen Film hauptsächlich in Kärnten erfolgen.

Die Bewertung der Projekte und die Förderentscheidung erfolgt durch einen eigenen Beirat mit Experten aus verschiedenen Bereichen. "Als Tourismusreferent ist es mir ein großes Anliegen die Vielfalt und den Reichtum der Kärntner Kulturszene für den Tourismus bestmöglich erlebbar zu machen. Mein Dank gilt insbesondere der Kärnten Werbung und der Wirtschaftskammer für die Einladung und den Mitgliedern des Beirates, die gemeinsam die hervorragenden Filmvorhaben in und für Kärnten ermöglichen", schließt Zafoschnig.

Beim Branchentreff anwesend waren unter anderem Christian Kresse von der Kärnten Werbung, Roland Teichmann vom Öst. Filminstitut, Oliver Stribl vom der RTR-GmbH./Fernsehfonds Austria, Klaus Graf von LISA Film, sowie Kärnten-Film-Star Otto Retzer.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/LR Zafoschnig
Redaktion: Robitsch/Hetzl
Fotohinweis: LPD/Büro Zafoschnig