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Frühjahrsaufschwung am Kärntner Arbeitsmarkt

01.06.2018
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig: Beschäftigung steigt, Zahl der Arbeitslosen sinkt - Unterstützung für benachteiligte Personen auch in Zeiten der Hochkonjunktur wichtig - Sparen bei Ausbildung der Jugend ist verfehlt


Klagenfurt (LPD). Erneut gute Nachrichten liefern die Arbeitsmarktdaten von Mai: Die Arbeitslosigkeit ging in Kärnten um 11,2 Prozent zurück, die Beschäftigung stieg um 2,1 Prozent. "Damit sinkt die Arbeitslosigkeit in unserem Bundesland nunmehr seit mehr als zwei Jahren kontinuierlich", erinnert Landeshauptmann Peter Kaiser an den entscheidenden Turnaround im April 2016. "Die große Zahl an offenen Stellen, die gute Auftragslage in der Bauwirtschaft und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen deuten darauf hin, dass die Entwicklung positiv bleibt", sagt Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig.

Alle Kärntner Arbeitsmarktbezirke entwickelten sich im Mai gut, die größten Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit verzeichneten Wolfsberg (minus 18,7 Prozent), St. Veit an der Glan (minus 16,7 Prozent) und Spittal an der Drau (minus 12,9 Prozent). Insgesamt 4872 offene Stellen sind beim Arbeitsmarktservice Kärnten aktuell registriert, das ist ein Plus von 24,9 Prozent. Besonders große Steigerungen bei den offenen Stellen gibt es bei den Gesundheitsberufen, bei den Technikern und im Bürobereich.

Sehr deutlich sind einmal mehr die Rückgänge bei der Jugendarbeitslosigkeit (minus 20,8 Prozent) und bei den Lehrstellensuchenden (minus 22,3 Prozent). "Es ist äußerst erfreulich, dass die Unternehmen nun, in den Zeiten der Hochkonjunktur, wieder vermehrt Lehrlinge aufnehmen. Wir wissen aber, dass nicht alle jungen Menschen am regulären Lehrstellenmarkt unterkommen. Diesen jungen Kärntnerinnen und Kärntnern bieten wir in unseren überbetrieblichen Ausbildungsstätten ausgezeichnete Chancen", erklären Kaiser und Schaunig. Völlig unverständlich sei es allerdings, dass die Bundesregierung den volljährigen Lehrlingen in diesen Ausbildungsstätten die Lehrlingsentschädigung um die Hälfte kürzen möchte. 150 junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren sind davon in Kärnten direkt betroffen.

"Fachkräfte werden dringend gesucht und genau in diesem Bereich wird gekürzt", kritisieren Kaiser und Schaunig. Diese Sparmaßnahmen in der Fachkräfteausbildung seien nicht nur unverantwortlich gegenüber den betroffenen Jugendlichen sondern auch volkswirtschaftlich schädlich. Die höhere Lehrlingsentschädigung wurde ursprünglich eingeführt, um auch volljährigen Schulabbrechern eine Ausbildungschance zu bieten und dabei die höheren Lebenskosten der jungen Erwachsenen abzudecken. Sie stellt einen wichtigen Anreiz dar, um junge Menschen, die nach dem Pflichtschulabschluss aus verschiedenen Gründen keinen weiteren Ausbildungsweg einschlagen wollten oder konnten, doch noch zu einer Berufsausbildung zu motivieren.

"Das Sparen bei Jugendlichen, die sich am regulären Lehrstellenmarkt schwer tun, ist genauso falsch wie das Sparen bei älteren Jobsuchenden, die am ersten Arbeitsmarkt schlicht und einfach nicht Fuß fassen können", sagen Kaiser und Schaunig. Ein Drittel der Arbeitslosen in Kärnten sind älter als 50 Jahre.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Stirn