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Kärntner Patientenanwaltschaft legt Bilanz für 2017 vor

02.06.2018
LHStv.in Prettner, Patientenanwältin Schiwek: Unabhängige Instanz als wichtiges Service für Patienten - Von der Erstberatung bis zur Problemlösung


Klagenfurt (LPD). In der kommenden Regierungssitzung am Dienstag, 5. Juni, bringt Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner dem Kollegium den Jahresbericht 2017 der Kärntner Patientenanwaltschaft zur Kenntnis. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: 500 Patientenanfragen, eine halbe Million Seiten Behandlungsdokumentationen und 630.000 Euro an Entschädigungen für Patientinnen und Patienten. Kennzahlen, die beweisen, die Patientenanwaltschaft ist tatsächlich beim Menschen angekommen und wird als Zentrale des Gut-Aufgehoben-Seins verstanden. Zudem bietet die Patientenanwaltschaft seit 2017 kostenlos die juristische Errichtung von Patientenverfügungen an.

"Selbst im besten Gesundheitswesen kann es zu Fehlern kommen. Wenn das der Fall ist, haben die Betroffenen mit der Patientenanwaltschaft eine unabhängige Kompetenzstelle, die ihnen Gehör schenkt und ihre Anliegen vertritt. Und wie der Tätigkeitsbericht belegt: Patientenanwältin Angelika Schiwek und ihr Team nehmen ihre Verantwortung mit Herzblut und Engagement wahr", hob Prettner heute, Samstag, hervor.

Erfreulich sei, dass die "Fehler-Zahlen" in den vergangenen Jahren sukzessive rückläufig waren. 2017 sind die Beschwerden, die einer aktenmäßigen Bearbeitung bedurft haben, zwar um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, doch ist dieser Anstieg auf einen einzigen und mittlerweile gerichtsanhängigen Fall zurückzuführen. "20 Prozent aller Patientenvorsprachen, also rund 100, haben alleine diesen Fall betroffen. Andere häufige Themenstellungen wären zum Beispiel Knie- und Hüftoperationen oder Probleme mit Implantaten. Zuletzt gab es vor allem eine Zunahme an Zahnschäden durch Narkosen und Endoskopien", erklärte Schiwek. Anders als im Vorjahr, konnten 2017 keine Beschwerden betreffend die Bereitschaftsdienstzeiten verzeichnet werden, was beweise, dass die Offensive die seitens des Landes gestartet wurde der richtige Weg war.

"Das Ziel der Gesundheitspolitik muss es selbstverständlich sein, die Anlässe für Beschwerden zu minimieren. Gänzlich zu vermeiden werden sie aber nie sein. Für diese Fälle steht die Patientenanwaltschaft bereit: Von der Erstberatung bis hin zur Problemlösung", dankte Prettner der Patientenanwältin und ihrem Team für die engagierte Arbeit.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner, Patientenanwaltschaft
Redaktion: Leifert/Zeitlinger