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Kärnten intensiviert wirtschaftliche Beziehungen mit Russland

04.06.2018
LH Kaiser begrüßt Regierungsvertreter der Region Novgorod in Kärnten - gegenseitiges Interesse, wirtschaftliche Beziehungen zu stärken - Gouverneur von Novgorod will Gespräche mit heimischen Betrieben weiterführen


Klagenfurt (LPD). Regierungsvertreter der Region Novgorod in Russland konnte Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Montag, in Klagenfurt willkommen heißen. Es war dies der erste Besuch einer Delegation aus Novgorod in Kärnten.
"Ein wichtiger erster Schritt, um Kooperationen zwischen Novgorod und Kärnten herzustellen, den Markteintritt für Kärntner Firmen zu ebnen bzw. Novgorod als neuen Exportmarkt für Kärnten zu erschließen. Immerhin verweist die Region auf ein BIP in Höhe von 5 Milliarden Euro", unterstreicht Kaiser.

"Wir beginnen diese Woche mit einem neuen Partner für unsere Wirtschaft", betonte Kaiser nach der Begrüßung der Gäste und der Präsentation der Eckdaten Kärntens. Vor allem die Exportorientierung der Kärntner Wirtschaft strich Kaiser hervor. Über 70.000 Arbeitsplätze sind durch den konsequenten Außenhandel der Kärntner Betreibe gesichert, 6 von 10 Euro werden durch die exportierende Kärntner Wirtschaft verdient.
"Export, Industrie, Tourismus und unsere KMU haben wesentlich zur positiven Entwicklung Kärntens sowie der enormen Steigerung des BRP um 1 Milliarde Euro im Vorjahr auf 20,8 Milliarden Euro beigetragen", hielt Kaiser fest. Die sei eine der größten Wachstumsraten in der Vergangenheit des Landes.

Dem Gouverneur von Novgorod, Andrey Sergeyevitsch Nikitin, seiner Stellvertreterin Veronika Vitalyevna Minina und dem stv. Vorsitzenden der Region, Timofey Borisovitsch Gusev präsentierten sich auch 11 Kärntner Unternehmen mit WK-Präsident Jürgen Mandl und IV-Präsident Christof Kulterer im Spiegelsaal der Landesregierung. Gouverneur Nikitin strich die großen Ähnlichkeiten Kärntens mit der Region Novgorod hervor.
Novgorod zählt rund 600.000 Einwohner mit einer wachsenden Tendenz, die mit einem Plus von 5 % über den Zuwachsraten Russlands liegt. Die Wirtschaft und Bevölkerung Novgorods gelte als weltoffen und exportorientiert.

Nikitin wies die anwesenden Kärntner Unternehmer auf den Investitionsentwicklungsverband in Novgorod hin, der jegliche Investitionen ausländischer Firmen in Novgorod fördere. Der Gouverneur stellt klar, dass er die Präsentationen der Kärntner Unternehmen, die heute dem Treffen anwesend waren, auch in Novgorod zeigen werde, damit weitere Kooperationen und Investitionen möglich werden. Das Interesse, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen, liege auf beiden Seiten. Vor allem in den Bereichen der holzverarbeitenden Industrie, der Ökologie und Wasserwirtschaft sieht Nikitin Investitionsmöglichkeiten.

Auch Kulterer betonte das große Interesse der Kärntner Unternehmen, in Novgorod tätig zu werden, aber auch umgekehrt herrsche laut Kulterer Interesse an den heimischen Betrieben. "Wir werden konkrete Anfragen mit der Wirtschaftskammer gemeinsam aufbereiten und die Kontakte herstellen", so Kulterer zusammenfassend. Der weitere Informationsaustausch sollte gesichert sein, eine Einladung an Nikitin, das Wirtschaftsforum im Herbst in Velden als Ehrengast zu besuchen, wurde von Mandl ausgesprochen.

Mandl betonte die Wichtigkeit der Verbindungen der Kärntner Wirtschaft in die ganze Welt. "Für beide Regionen, Kärnten wie Novgorod können wir jedoch Luft nach oben feststellen, was unsere wirtschaftlichen Beziehungen betrifft. Dieser Termin hilft, unsere Kooperationen zu vertiefen", sagte Mandl.

Das Gebiet Novgorod bietet durch seine zentrale Lage im europäischen Teil Russlands - gelegen zwischen Sankt Petersburg und Moskau - einen großen Wettbewerbsvorteil. Immerhin leben in einem Umkreis von 500 Kilometern über 30 Millionen Menschen und zählt man über 50.000 Unternehmen. Durch die Anbindung an die Bahn, die zwei wichtigsten Autobahnen der Region sowie an zwei große Seehäfen (St. Petersburg und Ust-Luga) ist die Verkehrsinfrastruktur bestens erschlossen, der Bau eines Flughafens ist geplant. Wichtige Industriezweige sind die chemische Industrie, Lebensmittelproduktion, metallverarbeitende und Holzindustrie.


Folgende Unternehmer präsentierten sich den Regierungsvertretern der Region Novgorod:

Springer Maschinenfabrik GmbH, Mag. Gero SPRINGER
Cope Trade GmbH, Alexander JAKOVLEY
HIRSCH Servo AG, DI Harald KOGLER
AUSTROFLEX Rohr - Isoliersysteme GmbH, Ing. Stefan AICHHOLZER
MTA Messtechnik, DI Diether KOHLENBREIN
Kruschitz Gesellschaft m.b.H., KR Werner KRUSCHITZ
Bären Industriebatterie GmbH, Ing. Josef KERSCHE
Europlast GmbH, Helmut KUBIN
Glaunach GmbH, Alexander GLAUNACH
SW Umwelttechnik Stoiser &Wolschner AG, DI Klaus EINFALT
Wiener Städtische, Erich OBERTAUTSCH



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD/Fritzpress