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Regierungssitzung 4 - Klagenfurter Flughafen: Landesregierung gibt grünes Licht für Teilprivatisierung

05.06.2018
LH Kaiser, LR Gruber nach Präsentation der Pläne von Investor Orasch: Einstimmiger Regierungsbeschluss zur Teilveräußerung der Flughafen-Landesanteile gefasst - "Beeindruckende Präsentation eines schlüssigen Konzepts mit dem Flughafen als Alpe-Adria-Drehkreuz positioniert werden soll"
Klagenfurt (LPD). Grünes Licht für die Teilprivatisierung des Klagenfurter Flughafens. Nach einer heute im Rahmen der Regierungssitzung von Investor Franz-Peter Orasch persönlich vorgetragenen Präsentation seiner Pläne für den Klagenfurter Flughafen, fassten die Mitglieder der Kärntner Landesregierung den einstimmigen Beschluss zum anteilsmäßigen Verkauf der Landesanteile. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber im Pressefoyer im Anschluss an die Sitzung betonten, war die Präsentation Oraschs und seiner Lilihill Capital Group "beeindruckend und das Konzept, mit dem der Flughafen als Alpe-Adria-Drehkreuz mit neuen Flug- und Hubanbindungen positioniert werden soll, sehr schlüssig".

Vorbehaltlich eines notwendigen Beschlusses seitens des zweiten Eigentümers, der Stadt Klagenfurt, sowie der Zustimmung der Kartellbehörde, wird damit die Lilihill Capital Group mit 74,9 Prozent Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens. LH Kaiser rechnet mit einem Closing in den nächsten acht bis zwölf Wochen. Zur Präsentation wurden von der Landesregierung auch die Klubobmänner aller im Landtag vertretenen Parteien eingeladen. Ein entsprechender Bericht wird im Sinne der Transparenz und Einbindung auch dem Kärntner Landtag übermittelt.

"Vor allem der Optimismus der Betreiber stimmt mich positiv. Wir geben damit gemeinsam ein klares Bekenntnis zum Flughafen ab. Ich bin froh, dass dieser gemeinsame Weg einer Private-Public-Patriot-Partnership begangen wird. Wir wollen dem Flughafen jenen Stellenwert geben, den er verdient", so Kaiser, der nicht nur auf die Bedeutung des Flughafens als Infrastruktureinrichtung für das Land, die Industrie, die Wirtschaft und den Tourismus hinwies, sondern auch die immateriellen Werte betonte. "Der Flughafen verfügt über eine neu sanierte Landebahn, über Slots und sämtliche für den Flugbetrieb notwendigen Genehmigungen. Wenn man weiß, dass der Flugverkehr in Zukunft weiter zunehmen wird, dann sind das alleine schon wertvolle Voraussetzungen."

Die Aufgabe des kommenden Mehrheitseigentümers sei es in Zukunft, den Flughafen so zu positionieren, dass er sich zu rechnen beginne. Der Flughafen müsse noch stärker als integraler Bestandteil der Stadt Klagenfurt gesehen werden. Mit zusätzlichen Angeboten, über den reinen Flugverkehr hinaus, könne dies gelingen, erklärte der Landeshauptmann.

Es gebe in letzter Zeit mit den Investitionsplänen von Infineon und der Lilihill-Gruppe sehr gute Nachrichten für Kärnten. "Der Flughafen und seine positive Entwicklung sind für Kärnten unverzichtbar", unterstrich Kaiser.

LR Martin Gruber lobte die ausgezeichnete Präsentation der Lilihill-Gruppe. Der Anteilsverkauf sei entscheidend für die Weiterentwicklung des Tourismus- und Wirtschaftsstandortes Kärnten. "Mit dem neuen Partner ist die Zielerreichung für den Flughafen in den nächsten fünf bis sieben Jahren möglich. Es ist mir besonders wichtig zu betonen, dass die Interessen des Landes und der Kärntner Bevölkerung bei diesem Verkaufsprozess gewahrt bleiben", so Gruber. Die Neugestaltung des gesamten Flughafen-Auftritts, eine damit einhergehende Neu-Positionierung und die Ansiedlung von neuen Betrieben am Flughafen seien sowohl für das Land als auch für Investor Orasch ein großes Anliegen, erklärte Gruber.

Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LR Gruber
Redaktion: Schäfermeier/Wedenigg/Rauber
05. Juni 2018
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