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Landtag 3: Land Kärnten startet umfassende Straßenbauoffensive

06.06.2018
LR Gruber in der Aktuellen Stunde: Deutliches Budgetplus von 7,7 Millionen für Straßen und ländliches Wegenetz - In allen Regionen Kärntens werden zusätzliche Sanierungen- und Ausbauvorhaben umgesetzt


Klagenfurt (LPD). Eine vom Land Kärnten gestartete Straßenbauoffensive war heute, Mittwoch, Thema der Aktuellen Stunde im Kärntner Landtag. "Die sichere Befahrbarkeit der Straßen und eine funktionierende Straßeninfrastruktur sind die Grundlagen für einen attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum. Es besteht deshalb massiver Aufhol- und Sanierungsbedarf im Straßen- und Brückenbau", betonte der für Straßenbau zuständige Referent LR Martin Gruber. Diesem Bedarf soll nun durch eine deutliche Aufstockung der Budgetmittel um 7,7 Millionen Euro im Landesvoranschlag 2018 begegnet werden. 6,9 Millionen werden zusätzlich für Straßenbauprojekte, Brückensanierungen und Radwegebau zur Verfügung gestellt, um 800.000 Euro wird das Budget für Umbau- und Neubauprojekte im ländlichen Wegenetz erhöht.

Auf die Kritik der Opposition, die finanziellen Mittel würden bei weitem nicht ausreichen um die Einsparungen der vergangenen Jahre wieder gut zu machen, entgegnete Gruber: "Mit +41% Steigerung ist das die größte Straßenbauoffensive für die Kärntnerinnen und Kärntner seit vielen Jahren - das war unbestritten längst notwendig und das setze ich jetzt um. In allen Regionen werden heuer noch zusätzliche, über das bisher geplante Bauprogramm hinausgehende Straßenbauprojekte realisiert. Wir erhöhen damit die Verkehrssicherheit und den Anrainerschutz und stellen die Mobilität der ländlichen Bevölkerung sicher - das ist das Hauptziel. Gleichzeitig lösen wir damit natürlich aber auch wichtige Beschäftigungseffekte aus." Allein mit den 6,9 Millionen Zusatzbudget im Straßenbau und den 17 Millionen Euro, die laut bisherigem Bauprogramm heuer in Kärntens Straßeninfrastruktur investiert werden, wird kärntenweit insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro ausgelöst.

Durch das Budgetplus konnten bereits 18 zusätzliche Baulose im Straßenbaubereich ausgeschrieben werden. Als Beispiele nannte Gruber u.a. dringende Sanierungsmaßnahmen an der L 33 Kreuzner Straße bei Paternion mit Gesamtkosten von 235.000 Euro, Bauarbeiten an der B78 Obdacher Straße im Bezirk Wolfsberg, Arbeiten an einem weiteren Bauabschnitt an der L3 Amlacher Straße im Bezirk Spittal, Fahrbahnsanierungen an der L 121 Turnersee Straße mit Kosten von rund 165.000 Euro und Straßensanierungen aufgrund von Katastrophenschäden an der B82 Seeberg Straße mit Kosten von 130.000 Euro.

Als weitere Maßnahmen, die in Verbindung mit der Straßenbauoffensive umgesetzt werden sollen, wurden von LR Gruber im Landtag u.a. die Weiterentwicklung des Bestbieterprinzips sowie als neuer Schwerpunkt die intensive Zusammenarbeit mit Gemeinden, Straßenbauämtern und anderen Gebietskörperschaften erwähnt. So sollen beispielsweise Synergien zwischen Straßenbauämtern und den Agrarbauhöfen bei der Nutzung von vorhandenen Geräten oder Salzsilos die Kosten optimieren. Vor allem im Brückenbau sollen auch vermehrt heimische Rohstoffe wie Holz verwendet werden.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Stirn