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Arbeiterkammer: LH Kaiser fordert klares Bekenntnis der Bundesregierung

08.06.2018
LH Kaiser: Vom Arbeitsrecht bis zur Pendlerförderung - Die AK ist unverzichtbarer Partner in Beruf und Alltag und darf von Regierung nicht demoliert werden


Klagenfurt (LPD). Einmal mehr eine Lanze für "eine der wichtigsten Säulen, auf denen der erfolgreiche

Solidar-Staat Österreich aufgebaut ist", die Arbeiterkammer, bricht heute, Freitag, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser anlässlich der Ergebnis-Präsentation der AK-Umfrage "Wie soll Arbeit".

"Wenn wir von der Arbeiterkammer reden, sprechen wir auch von grundlegenden, unverzichtbaren Maßnahmen zur Stärkung und Unterstützung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Wahrung ihrer Rechte gegenüber den Unternehmen. Gerade in Zeiten einer sich verändernden Arbeitswelt und besonders bei Überlegungen hinsichtlich einer Arbeitszeitflexibilisierung, die grundsätzlich zu diskutieren ist, mit der aber Arbeitnehmerrechte nicht über Bord geworfen werden dürfen, ist es wichtig und im Interesse aller, dass die AK volle Unterstützung hat", betont Kaiser. Der Kärntner Landeshauptmann fordert diesbezüglich auch ein unumstößliches Bekenntnis der Bundesregierung. "Bis dato ist diese Bundesregierung in der Diskussion nur dadurch aufgefallen, dass sie die Sozialpartnerschaft allgemein und im Besonderen die Arbeiterkammer schwächen will", spricht Kaiser auf Überlegungen zur Kürzung der notwendigen Mittel für die AK an. Sollte die Regierung ernsthaft überlegen, die Arbeiterkammer zu demolieren, dann hätte das schwerwiegende Folgen für das Sozialgefüge und würde Österreich insgesamt schaden.

Gerade am Beispiel Kärntens werde überdeutlich, wie wichtig und unverzichtbar die Arbeiterkammer als Interessensvertretung und Serviceeinrichtung ist. Ob Konsumentenschutz oder Betriebskostencheck, Fahrtkostenzuschüsse für Pendlerinnen und Pendler, Mietrecht oder Soforthilfe für Insolvenzopfer - die Arbeiterkammer Kärnten ist Ansprechpartner und Servicestelle für die Bürgerinnen und Bürger Kärntens. So wurden in Kärnten 2017 34.505 Beratungen im Rahmen des AK-Konsumentenschutzes durchgeführt und über 320.000 Euro für die Kärntnerinnen und Kärntner zurückgewonnen. Mit Beginn des Jahres trat eine spürbare Anhebung der Pendlerförderung in Kraft - sowohl die Einkommensgrenzen als auch die Auszahlungsbeträge wurden erhöht. "Das Land Kärnten und Arbeiterkammer sorgen damit gemeinsam nicht nur für Unterstützung, sondern entlasten damit viele Kärntner Familien ganz massiv", so Kaiser weiter. Diesen erfolgreichen Weg gilt es nun weiter gemeinsam fortzusetzen.

Den Resultaten der Umfrage "Wie soll Arbeit?" folgend, verstärkt die Arbeiterkammer zukünftig ihrer Leistungen in den Bereichen Bildung, Pflege und Wohnen. "Arbeits- und Lebenswelten verändern sich kontinuierlich, wir müssen dementsprechend reagieren und uns diesen neuen Gegebenheiten anpassen", stimmt Kaiser zu und verweist auf die Soforthilfe für Insolvenzopfer. 2016 waren in Kärnten rund 1.500 Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Dienstgebers betroffen - als Reaktion darauf riefen Land und AK Kärnten im November 2017 die Soforthilfe für Insolvenzopfer ins Leben, die ein einmaliges Service in Österreich darstellt. Nun gilt es die Kärntnerinnen und Kärntner in Kernbereichen ihres Lebens - Bildung, Pflege und Wohnen - adäquat zu unterstützen und zu fördern. Ob es sich dabei um das Nachholen von Lehrabschlüssen, Einstufungen beim Pflegegeld, Wohnrechtsberatungen oder der Begleitung in eine digitalisierte Arbeitswelt handelt - das Land Kärnten wird weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der AK für faire, gerechte Arbeitsbedingungen und ein leistbares Leben kämpfen.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Stirn