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Woche des Waldes 2018 - Wälder für nachhaltige Städte

08.06.2018
LR Gruber: Bedeutung des Waldes für das Klima, als Erholungsort, als Schutzfunktion und als Einkommensfaktor stehen von 11. bis 17. Juni im Vordergrund - Walderlebnistag am 14. Juni in Feldkirchen mit Schülern aus ganz Kärnten


Klagenfurt (LPD). Seit den 70er-Jahren wird von der Forstbranche österreichweit die "Woche des Waldes" organisiert, um die breite Öffentlichkeit zu motivieren, sich mit dem Thema Wald und seinen Funktionen für die Gesellschaft auseinanderzusetzen. "Wälder für nachhaltige Städte" lautet das diesjährige Motto. Von 11. bis 17. Juni werden österreichweit unterschiedliche Aktionen umgesetzt, Kärnten beteiligt sich mit einem Walderlebnistag am 14. Juni. "Das Thema Wald betrifft nicht nur die Forstwirte, sondern berührt jeden Einzelnen von uns in seinem Alltag. Aktionen wie der Walderlebnistag schaffen ein Bewusstsein dafür, dass der Wald nicht nur ein Erholungsort ist, sondern auch wichtige Schutzfunktionen erfüllt und Arbeitsplätze sichert", betonte Forstlandesrat Martin Gruber bei der Präsentation heute, Freitag.

Organisiert wird der Walderlebnistag vom Kärntner Forstverein in Kooperation mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach, der Kärntner Landwirtschaftskammer sowie der Landesforstdirektion. Das Land Kärnten unterstützt die Aktion finanziell. Rund 700 Schüler aus ganz Kärnten werden heuer in Feldkirchen erwartet, wo 22 Aussteller ihre Arbeit rund um den Wald am Hauptplatz vorstellen und auch über Ausbildungs- und Berufschancen in der Forst- und Holzwirtschaft informieren werden. Die Kinder und Schüler werden dabei von fachkundigen Personen durch einen Parcours mit Informationsstationen geführt. "Einmal im Jahr bringen wir den Wald sozusagen in die Stadt, um den Leuten näherzubringen, was Forst- und Holzwirtschaft bedeutet", erklärte der Präsident des Forstvereins, Johannes Thurn-Valsassina. In der Bevölkerung gebe es eine bestimmte Erwartungshaltung, wie ein Wald auszusehen habe, mit Aktionen wie dem Walderlebnistag wolle man zeigen, wie viel Arbeit und welche Maßnahmen dafür notwendig sind.

Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler betonte, dass nur ein bewirtschafteter Wald seine vielfältigen Funktionen erfüllen könne. "Die nachhaltige Waldbewirtschaftung muss daher Vorrang haben. Im neuen Regierungsprogramm wurde der konsensuale Naturschutz mit den Grundeigentümern verankert. Beim Thema Natura 2000 erwarte ich mir daher Transparenz über etwaige Bewirtschaftungseinschränkungen im Vorfeld der Ausweisung von Flächen", so Präsident Mößler.
Für den Erhalt der Waldbewirtschaftung wird vom Land Kärnten heuer doppelt so viel Budget zur Verfügung gestellt wie 2017. "Wir investieren rund 6,6 Millionen Euro, der Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung für die von Sturmschäden betroffenen Gebiete, auf der Aufforstung sowie der Schutzwaldpflege", erklärte Landesrat Gruber. Maßnahmen, die auch vom Landesforstdirektor Christian Matitz begrüßt werden: "64 Prozent unserer Landesfläche sind von Wald bedeckt. Die Wälder sind gut erschlossen, aber es braucht Fördermaßnahmen, um Anreize für die Bewirtschaftung zu schaffen."

Die Bedeutung der Forstwirtschaft wurde von Leopold Schnaubelt, Obmann der Plattform Pro Holz, auch mit Zahlen belegt: "Mit 30.000 Beschäftigten ist die Holz- und Forstwirtschaft gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Arbeitgeber. Die Kärntner Holzwirtschaft hat Top Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette und exportiert in die ganze Welt." Mit dem geäußerten Wunsch der Holzindustrie, die öffentliche Hand solle auch vermehrt mit Holz bauen, stieß Schnaubelt bei Landesrat Gruber auf offene Ohren, der festhielt: "Kärnten ist ein Waldland. Das soll man auch in der Infrastruktur unseres Landes erkennen. In meinen Referatsbereichen, wie beispielsweise dem Brückenbau, werde ich ganz klar Holz als Baustoff forcieren." Gemeinsam mit der Kärntner Forstbranche soll bis Ende des Jahres ein entsprechendes Strategiepapier zum Holzland Kärnten erarbeitet werden.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Gruber